Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Nordfranzösische Klassiker usw. 81 Sachen, die hier nicht za erörtern sind, dem Untergange entgegen 21, and das Licht der Torah sollte anderswo in neuem Glanze erstrahlen. וזרה השמש ובא השמש. In Nordafrika and Spanien, unter der Herrschaft der Araber und ihrer hochentwickelten Kultur, gelangte das Studium der Bibel und des Talmuds zu neuer Blüte. Die Arbeit der Gaonen fand eifrige Fortsetzer, und im Laufe des 11. und 12. Jahrh. arbeiteten grosse Männer in Israel in jenen Ländern auf dem Gebiete der hebr. Sprachforschung und der Bibelerklärung mit systematisch ordnendem Sinn. Wir wollen hier nur die Namen; Jehuda ben Karisch oder Koraisch, Saruk, Jehuda Hajjug, Dunasch b. Labrat, Isak Gekatilia, Jona Ibn Gannah und lbn Balaam erwähnen, ihre Arbeit wurde ihnen erleichtert dadurch, dass die arab. Sprache, die sie sprachen, mit der hebräischen verwandt und in ihrem grammatischen Bau ״leicht zu erkennen war.“ ״Es brauchte nur die Erkenntnis von der Verwandschaft der beiden Sprachen in einem erleuchteten Kopfe aufzublitzen, wie dies auch zuerst bei Hajjug geschah, um die Ergebnisse der Sprachforschungen bei der einen auf die andere zu übertragen, und das Hebräische wissenschaftlich auszubauen, was dann in erster Linie der Bibelexegese zugute kommen musste. Dazu kam ihre umfassende Allgemeinbildang, eine philosophische Weltanschauung, wodurch die Probleme sich mannigfaltiger gestalteten, die Gegenstände der Untersuchung sich erweiterten und der Blick fär die Behandlung der heil. Schrift sich schärfte.22״ War die Auslegung des Gesetzes ״mehr auf methodologischer und kodifikatorischer Grundlage autgebaut“, so wurde die Erklärung der Bibel, von einer hohen, bedeutsamen Spraehkenntnis und Ansätzen zur Sprachvergleichung ausgehend, vielfach von philosophischen Ideen befruchtet. Und hier bewährte sich das biblische Wort עושר שמור לבעליו לרעתו. ihr grosses, vielseitiges Wissen führte sie auf Abwege. Man war geneigt, Begriffe und Gedanken fremder Kultur und Geistesrichtang den Worten der heil. Schrift unterzulegen, so dass allmählich der gesunde Pschat der Philosophie, der Alleinherrscherin jener Zeit, 21) Ygk h. Grätz, Geschichte der Jaden Bd. V S. 310/16 und 326 ff. 22) Vgl. S. Poznansky in d. Sammelschrift: Abraham Geiger, Leben u. Lebenswerk von- Ludwig Geiger, S. 389. 6