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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 71

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 71 (sequence 73)
Language
German
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Bemerkungen über die von Marmorstein usw. 71 sein, da ח יוחנן sich lieber mit Halacha beschäftigen wollte, was ja R. Simlai auch bald tat. 22) M. bleibt uns den Beweis dafür schuldig, was die ״Predigten“ des R. Simlai in נציבין und אנטוכיא an den von M. zitierten Stellen mit ״messianischer Propaganda״ zu tun haben. M. hat auch die Parabel des R. Simlai über Hahn und Fiedermau3 (Sukka 38 b) missverstanden. Der Sinn ist klar genug. M. sagt: ״Hier handelt es sich weder um Christen, noch um Heiden. Die Ersteren hatten bereits ihren Messias, letztere brauchten ihn nicht״. Das Nichtbrauchen des Messias ist allerdings eine Eigenschaft der Heiden, die R. Simlais Hahn deutlieh genug seiner Fledermaus vorwirft ואתה למה לך אורה. Also meint R. Simlai doch die Heiden. Zum Ueberfluss erläutert uns dies der Talmud, er erzählt, wie R. Abahu durch einen Sadduzäer über das Kommen des Messias befragt wurde. Sowohl R. Simlais wie auch R. Abahus Grundgedanke ist: Der grosse, dereinstige Gottestag der Erlösung, dem wir entgegensehen, sollte von den spottenden Heiden und Ungläubigen lieber nicht so oft spöttisch herbeigewünscht werden, denn uns bringt er Licht und Freude, ihnen aber Finsternis oder grell blendende Entlarvung, die ein Fledermausauge nicht erträgt. 23) Die ״dritte Predigt“ des R. Simlai (Anfang Ab. sara), anschliessend an die Frage עידיהן oder אידיהן, übrigens nach der zuerst genannten Version eine solche des ר׳ חנינא בר ספא, bezeichnet die Gebote als dereinstige Zeugen. Als Rechtfertigung der anderen Völker bringt dann R. Simlai deren Behauptung, dass sie alle ihre Kulturinstitutionen zur Nutz und Frommen Israels erricht6t hätten. Diesen wird alsdann nachgewiesen, dass sie selbst die noachidischen Gebote nicht gehalten haben und dass sie von den Thoragesetzen nicht einmal das Gebot der Sukka erfüllen können, die kein Opfer an Geld (also nicht die von den nichtjüdischen Religionen verabscheute Werkheiligkeit) erfordert. Damit ist ihr Einwand gegen Israels Auserwählung widerlegt. Dies ist der Grundton dieser ganzen Betrachtung; daraus macht Marmorstein: ״Die anderen Nationalitäten, welche sich vom Joche Roms befreien wollten, versprachen den Juden Geld und

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