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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 55

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 55 (sequence 57)
Language
German
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Auslegung von c. 5 >5—29 usw. 55 10. Deinen und deines Vaters Freund1) verlass nicht, und in deines Bruders Haus solltest du an deinem Unglückstage nicht gehen; besser ein naher Nachbar als ein ferner Bruder. 11. Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich schilt, Bescheid erteile2 3). 12. Der Kluge sieht das Unglück — verbirgt sich; Einfaltige gehen vorüber — müssen’s büssen8). 13. Nimm sein Kleid, wenn er für einen Fremden gebürgt hat, und für eine Auswärtige pfände ihn4 *). 14. Wer seinen Nachbar am frühen Morgen mit lauter Stimme segnet, — als Fluch wird es ihm angerechnet6 *). 15. Eine geschäftige Traufe am Tage des Regenunwetters und — ein zänkisches Weib, das sich beruhigt hat.6). J) lieber den Begriff des Rea‘ vergl. H. Cohen, Marfcurger Gutachten, p. 7 Anm. 2; auch hier findet sich rea* im Gegensatz zum Blutsverwandten.— אבי זצ״ל hat den rea‘ midraschisch auf הקב״ ה bezogen. 2j Ueber den Cohortativ vergl. besonders GK 108 d. 3) Das Asyndeton bei Verben zur affektvollen Darstellung vergl. GK 154 a N. la, vergl. auch jud. 5,27. Dieses Asyndeton wird in der Doublette unsres Verses 22,3 nicht beobachtet. Zur Sache vergl. etwa 26,17 27,12b 4) Doublette in 20,16. ״) ibn E. verknöpft die beiden letzten Verse, als ob mit dem ״Nachbar״ der Gläubiger gemeint sei. Nach unserm Verse mache ein derartiges Entgegenkommen den erwünschten Eindruck nicht, vergl. 6,1-רע .5 ־ übersetze ich mit ״Nachbar“ wegen der Gleichsetzung von רע und שכן in V. 10. — Homiletisch wäre die Deutung בבקר השכם: zu Beginn der Entwicklung oder der Laufbahn, d. h. das Streben des Jünglings erlahmt, wenn er kritiklosem Lobe begegnet. Die einfache Deutung kurz formuliert: Weniger wäre mehr gewesen. 6) Bei Vergleichen aus Natur- und Geisteswelt pflegt ein einfaches Waw zur Gegenüberstellung zu genügen, darum meinte אבי זצ״ל dem Verb. נשתוה noch eine besondre Bedeutung vindizieren zu müssen. Zur Sinnerklärung des seltsamen Verbs vergleiche ich \p 131,2 אם לא שויתי ודוממתי; als Form vermute ich ein Nithpael mit Auflösung der Schärfung im mittleren Waw, dafür Dehnung des vorhergehenden Pathach zuQames. — GK70x ändert die gewiss seltsame Form. — Zur Sache erklärte אבי זצ״ל: Wie nach Aufhören des Unwetters noch eine lästige Traufe nicht Ruhe geben will, so ist es mit der Zankgewohnten, die auch nach Friedensschluss durch nachträgliches Knurren die durchgemachte Gemütsbewegung verrät. סגריר (nach Barth, NB 144/5 ״Kälte") übersetzt R. Jona, K. al 20 ,475 1ס§סff. ״heftige Kälte״;״vielleicht“,

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