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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 53 (sequence 55)
Language
German
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Auslegung von c. 25—29 usw. 58 23. Schlackensilber als Belag auf irdenem Gerät, — brünstige Lippen und ein böses Herz* 1). 24. Mit seinen Lippen verhehlt sich ein Feind2 *) — und in seinem Innern hegt er Trug. 25. Wenn er seine Stimme holdselig macht, glaube ihm nicht, denn 7 Greuel sind in seinem Herzen. 26. Verdeckt sich der Hass in Täuschung8), enthüllt sich seine Bosheit in der Versammlung. 27. Wer eine Grube gräbt, fallt in sie; wer einen Stein wälzt, — auf ihn selbst kommt er zurück. 28. Eine Lügenzunge hasst ihre Unterdrückten, und ein glatter Mund übt Verdrängung4). c. 27. 1. Bühme dich nicht des morgigen Tages; denn du weisst nicht, was ein Tag hervorbringt5). 2. Es rühme dich ein andrer und nicht dein eigner Mund, ein Fremder und nicht deine eignen Lippen6 *). (Martischer H.-K.) XIV über Arabismen, die nicht unbedingt Zeichen später Abfassungszeit seien. — Doublette von 18,8. 1J Nach ibn E. gehören 5 Verse zusammen. Von 28—26 kann man es sicher behaupten: Bilder eines unechten Wesens. 2) Zu עכר vergL Gen. 42,7, nur ist dort die Inkongruenz in entgegengesetztem Sinne. — Auf falschem Wege ist ibn E. s) Zu משאין vergL GK 85 u, Barth, Nominalbildung § 204; zum Stamme vergL Gen. 8,18. — קהל? vergl. zu 26,10 und 27,1. 4) Gegen ibn E. kann die Wortstellung beobachtet werden. — ל׳׳ש in a דכאיו דכיו — .בעל ל״ש (eigentlich Analogiebüdung zu דכאי; auf dem Umwege über דכי entsteht דביו) vergl. GK 28f. — Frankenberg sagt: דכיומ ist unerklärlich*. £) ביום Ueber Weglassung des Artikels in der Poesie vergL GK 126 h. — Nach ibn E. bedeutet der Vers: Wenn nicht jetzt, wann denn? — Man wird dem Begriff, ״ אל תתה׳rühme dich nicht* noch mehr gerecht, wenn man den verwandten Spruch zitiert: sage nicht: wenn ich einmal frei bin, werde ich lernen, — vielleicht wirst du niemals Zeit finden. 6) Unnatürlich ist die Unterscheidung ibn E’s: ״nach der Tat* und ״vor der Tat*; vielmehr ist das Positive und das Negative nach der Tat gemeint.

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