Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Auslegung von c. 25—29 usw. 49 21. Wenn dein Feind hungrig ist, lass ihn Brot essen, wenn durstig, lass ihn Wasser trinken: 22. denn Kohlen schaufelst*) du auf sein Haupt, und der Ewige wird’s dir bezahlen. 23. Der Nordwind erzeugt* 2) Regen, wie die hinterhältige Zunge ein verdrossenes Gesicht. 24. Besser auf der Ecke eines Daches sitzen, als bei zänkischem Weibe im Familienhause 3). 25. Kühles Wasser auf ermattete Seele und gute Nachricht aus fernem Lande4). 26. Zertretene Quelle und Yerdorbner Bronnen — ein Gerechter, der vor einem Bösewicht weicht5). 27. Honig essen im Uebermass ist nicht gut; ihre Ehre ergründen ist Ehre 6). fassungszeit vergl. Jer. 10,11 II reg. 18,26, vergl. speziell Job 28, 8, wo ,עדד sinnverwandt ist mit עבד, demgemäss Hifil העביר. — Ich folge i. a. der Erklärung ibn E.’s, nur לב דע möchte ich nicht שבור setzen, da 26,23 b לב דע bösartig; es müsste dann auch מד לב heissen, vergl. 14,10 und II Sam. 17,8. J) vergl. Barth, Wurzeluntersuchungen 24. Hononyme Bedeutung ״entzünden“ nicht nötig anzunehmen, da ״zusammenscharren auf das Haupt“ guten Sinn gibt. Barths Annahme beruht auf der unrichtigen Voraussetzung, dass על die Frage wo beantwortet, während על ראשו auf die Frage wohin? Bescheid gibt, vergl II reg. 11,12 u. a. — Das Hintun von Kohlen auf das Haupt ist Metapher für die Peinlichkeit, d. h. die Siedehitze der jähen Scham. 2) zu תחולל vergl.90,2 </ן; chiastische Wortstellung. — Verfehlt scheint ibn Esras Erklärung. 3) vergl. Barth, Wurzeluntersuchungen 23. Ueberflüssige Zurückführung' auch Vy5״ Zorn geraten“, da ״ חבדGemeinschaft“ durch חברת und מחברת gesichert ist. 4) vergl. im Tischgebete: ויבשר לנו בשורות וג׳. 5) vergl. Jer. 2,13. Der Gerechte als Verkünder des Wortes G’s. mit dem Anselm seiner Person leidet auch die Sache, die er vertritt. 6) Nach 16,24 werden ״liebliche Worte“ dem Honig verglichen, auch 25,16 f. wird Uebertreibung in der Zuvorkommenheit wie Uebermass des Honiggenusses empfanden. Danach erklärte אבי מורי זצ״ל — und zwar in der poetischen Fassung, die אחי זצ״ל (zuletzt Realschuldirektor in Fürth) der Erklärung des Vaters gegeben: ״lässt man vielen Honig um den Bart sich streichen, ist’s für beide Teil’ kein gutes Zeichen; wer nach ernster Prüfung 4