Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Probleme der jüdischen Erziehung 45 Stellung zur jüdischen Schule zusamt der sonderbaren Vorstellung, dass das arabische Element in einer jüdisch-arabischen Schule in Palästina zur ״Aufweitung“ des jüdischen Horizontes beitragen könnte. Oder etwa der weltfremde Optimismus, der erwartet, dass areligiöse Eltern, die aber ihre Kinder jüdisch erziehen wollen, sich von der Erfüllung der Gebote zurückhalten, aber möglichst strenge Scheu vor der Uebertretung aller Verbote beweisen könnten! Man denke sich das etwa auf den שבת angewendet: Könnte wirklich die Werkenthaltung dem Areligiösen leichter möglich sein, als die Herrichtung des Sabbathtisches? Das ist schwer zu glauben. Aber trotz dieser und andrer Einzelheiten: es ist eine mutige grosse Linie in dieser Skizze. Stellt man an die Orthodoxie die kritische Schicksalsfrage, ob ihre Erscheinungsform sich notwendig aus der Durchführung des Gesetzes ergibt oder nicht — warum besonders an die deutsehe Orthodoxie? Und wie kann man es begründen, dass die Dekadenz der deutschen Orthodoxie möglicherweise ein Ergebnis des ״nur in einer vorsichtigen Bürgerauswahl verwirklichten Gesetzes“ sei? Der Klassengegensatz ist doch wohl eine zu billige Begründung für die Unzulänglichkeiten einer Form der Gesetzeserfüllung, die in heissem Ringen errungen wurde und immer wieder neu errungen werden muss. Vielleicht werden bessere Formen gefunden werden — sie mögen nur mit derselben Kontinuität und Konsequenz demselben Ziele zustreben: להגדיל תורה ולהאדירה. Auslegung von c. 25—29 der ״Sprüche Salomos“. Von Dr. Joseph Feilchenfeld. Beim Uebergange vom Frühjahr zum Frühsommer (vergl. Raschi zu Gen. 8, 22), am 15. Siwan, ist die 100 jährige Wiederkehr des Geburtstages von. אבי זצ״ל, Wolf Feilchenfeld, der 1827 zu Gr. Glogau geboren, 1855—72 Rabbiner in Düsseldorf ־war und von 1872—1913 den כסא הרבנות eines Aqiba Eger einnahm.