Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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- Basra 1× ep/1044138
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Das Karäertum Bl begnügen sich damit, dass nur ein Feld abgeerntet ist, andere wieder rechnen nur mit dem Norden (Palästinas?). Manche Karäer erlauben nicht am Sabbath die Wohnung zu verlassen; andere verbieten einen Gegenstand von einem Ort zu einem andern auch innerhalb der sabbatlichen Grenze zu tragen, auch wenn zwischen beiden Orten keine Scheidewand oder Teilung vorhanden ist; andere erlauben es. Manche erlauben einen Siegelring am Sabbath zu tragen, andere verbieten es am Sabath und am Feiertag. Manche begnügen sich bei Zeugenaussagen über den Neumond mit einem Zeugen, andere verlangen zwei. Ein Teil der Karäer aus Bagdad bestimmt den Abib nach einer Ortschaft unweit Bagdad, da sie behaupten festgcstellt zu haben, dass diese Ortschaft mit Palästina übereinstimmt. Manche Karäer folgen der Ansicht des Exilarchen (Anan) bei Bestimmung des Schalttages an Sukkoth nnd Pessach1), andere nur bei Pessach, bei Sukkoth nicht. Ein Teil stimmt mit Anan überein, die Beschneidung nicht am Sabbath vorzunehmen, die meisten tun es aber. Manche Karäer halten es für nichtobligatorisch an jedem Pessachtage Mazza zu essen, man dürfe nur kein חמץ esseD, andere sind der gegenteiligen Meinung. Manche Karäer rechnen בין הערבים zum vorigem, andere zum kommendem Tag; die dritten behaupten wie Anan, sie gehören zu beiden Tagen. Ein Teil der Karäer erlaubt am Sabbath alle Schriften ausser hebräischen zu lesen, ein anderer verbietet jegliches Lesen. Ein Teil erlaubt Fleisch in der Diaspora zu gemessen, ein anderer verbietet es. Manche erlauben das von Rabbaniten geschlachtete Vieh zu essen, andere nicht. Manche zählen das Huhn zu den reinen Vögeln, manche zu den unreinen, andere wieder sind darüber im Zweifel. Ein Teil geniesst die Eier der reinen Vögel, ein anderer nicht. Ein Teil der Karäer erlaubt es, sich von Andersgläubigen heilen zu lassen, wenn die Heilmittel in Anwesenheit des Kranken hergestellt werden, andere verbieten es. Die früheren Karäer aus Basra behaupteten, das Wochenfest müsse auf einen Sonntag fallen, nur wüssten sie nicht auf welchen. Manche unter ihnen sagten, dieses Fest sei jetzt nichtobligatorisch, andere wieder behaupteten, alle Feste seien jetzt nichtobligatorisch und würden *) Anars Meinung war, man müsse den ersten Feiertag, der anf einen Sabbath fallt, auf Sonntag verschieben.