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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 27 (sequence 29)
Language
German
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27 Das Karäertum cach dem Tode von Ismael Okbari Dach Okbara übergesiedelt und wurde Haupt und Leiter der dortigen Sekte, nachdem er sie im Geiste seiner Lehre reformiert hatte. Karkasani berichtet über Mesch wi folgendes: ״Nach dem Tode Ismaels lebte in Okbara Mesch wia, der an Geistesfähigkeiten sehr arm war; auch wird berichtet, er habe das Aussehen eines Zerstreuten gehabt. Seine Anhänger leben noch jetzt [937] in Okbara und nennen sich Mesch wia [d. b. Meschwiten]. Unter ihnen ist kein einziger gelehrter oder vernünftiger Mensch“. Karkasani, der ein ganzes Kapitel (I. cap. 17) der Beschreibung der Besonderheiten des Meschwi, מ dieses unwissenden Sektierers“ widmet, sagt: ״Mesch wi erlaubte Talg zu essen. Anfangs dachte ich, ei habe selbst diese Meinung erfunden, später aber sagte mir ein Greis aus Okbara, M e s c h w i a habe diese Ansicht von jemandem aus Djebel übernommen, was sehr gut möglich ist, da doch bekanntlich die Einwohner von Djebel vieles erfinden Jedenfalls hat aber M e s c h w i a als erster diese Meinung veröffentlicht und verbreitet und dafür Beweise angeführt. M e s c h w i a behauptete, die בועות#- Feier müsse am Sonntag stattfinden, nur wusste er nicht an welchem und feierte daher zusammen mit der ganzen Masse (der ßabbaniten). Er verordnete פסח immer am Donnerstag zu feiern, damit יום כפיי auf einen Sabbath komme, (sic) denn die Werte שבח שבתון bedeuten nach ihm ״einen doppelten Sabbath“. Hinsichtlich des Neumondes zweifelte er, wie er festzusetzen sei (d. h. nach Berechnung wie die Rabbaniten oder nach Beobachtung wie die Sadduzäer und Karäer). Man erzählt, er pflegte seinen Anhängern darüber zu sagen; ״alle Münzen sind falsch; haltet deshalb an derjenigen fest, die ihr grade besitzet, d. h. feiert zusammen mit der Masse (der Rabbaniten“). Mesch wia behauptete, am Sabbath sei das Opfern im Jerusalemer Tempel verboten gewesen und die Bedeutung der Worte עולת שנת בשבתו (Numer. XXVIII, 10) sei wie לשנתו (für Sabbath) aufzufassen, d. h. die sabbatlichen Opfer seien vor Eintritt des Sabbaths dargebracht worden. Er behauptete, die K i b 1 a (die Richtung nach der man sich beim Gebet wendet) soll immer gegen Westen sein; daher müssten die Betenden in Aegypten und Magrib Jerusalem den Rücken zuwenden“. Es ist noch auf einen

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