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Jeschurun · 1926-11-01 · Heft 11-12 (November 1926) · p. Seite 630

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 11-12 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
Seite 630 (sequence 106)
Language
German
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630 Büch erb esprechuD gen gangen, die Erfassung des Palästinaproblems als einen wesentlichen Faktor in der zukünftigen Befriedung der Weltpolitik. Das auch mit vielen Bildern versehene und in schöner Ausstattung erschienene Büchlein sollte (der Preis von 2,75 ist als durchaus billig anzusehen) recht viel Eingang bei uns finden. _ — h Louis Lewlu, Geschichte der Israelitschen Krankenverpflegungsanstalt zu Breslau. Es war ein glücklieeher Gedanke der Breslaaer Chebra Kadischa, einen Historiker vom Range Louis Lewin’s mit Abfassung ihrer Festschrift zur Feier des 200״ jährigen Bestehens zu beauftragen. So ward aus der Fest- Schrift ein wertvolles Dokument für die Geschichte der Breslauer Juden. Im schweren Kampf mit den wenig sozial denkenden Mitgliedern des Gemeinde- Vorstandes suchte der edle Landrabbiner Gompertz die Anlage eines Friedhofes zu erreichen. Doch gelang dieses erst i J. 1761 seinem Nachfolger- R. Joseph Jonas Fraenkel Theomim. Gemeinsam mit diesem wirkte in Breslau der berühmte R. Jesaja Berlin (Pick). Einen trüben Schatten warf die kommende, für das Breslauer Judentum verhängnisvolle, Zeit voraus im Kampfe dieser grossen Männer gegen die damals schon auftretenden Feinde des Talmudstudiums. — Im Jahre 1760 wurde ein eigenes Haus für ein Hospital gekauft. Aach von tüchtigen jüdischen Aerzten wird uns schon im 18. Jahrhundert berichtet. Im Jahre 1787 wurde ein neues Hospital gebaut, das im Jahre 1841 dank der Munifizenz des L J. 1837 verstorbenen David Fraenckel und des ihn überlebenden Bruders Jonas durch das für damalige Zeit aussergewöhnlich schöne und passende Fraenckelsche Hospital in der Antonienstrasse ersetzt wurde. Der heute kaum noch benutzte Friedhof in der Lohestrasse wurde im Jahre 1856 von der Chebra übernommen; im Jahre 1902 wurde der Friedhof in Cosel eingeweiht. Im Jahre 1903 wurde der prachtvolle Bau des neuen Israelit*sehen Krankenhauses in der Hohenzollernstrasse vollendet. Schön ausgeführte Photographien geben uns Bilder dieser herrlichen, allen Erfordernissen moderner Hygiene und Krankenpflege entsprechenden Anstalt. Wir schliessen unsere Besprechung mit dem Wunsche, dass die leitenden Persönlichkeiten der Chebra Kadischa immer den Willen und die Kraft haben mögen, die ihnen unterstehenden Anstalten im altjüdischen Sinne, gemäss den Intentionen der Gründer zu leiten. M. A. W. Bousset Die Religion des Judentums im späthellemschen Zeitalter in dritter verbesserter Auflage herausgegeben von H. Gr essmann. I. C. B. Mohr Tübingen 1926 XI und 576 Seiten. Das Standard-Werk von Bousset ist zur Genüge bekannt, und ebenso bedarf ein Werk keiner besonderen Empfehlung, an das eine Autorität und ein so feinsinniger Darsteller, wie es Gressmann ist, seine ergänzende und feilende Hand gelegt. An Wert hat das Werk schon allein dadurch gewonnen,

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