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Jeschurun · 1926-11-01 · Heft 11-12 (November 1926) · p. Seite 604

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 11-12 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
Seite 604 (sequence 80)
Language
German
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604 Das Karäertum angewiesen. Erst in der letzten Zeit sind handschriftliche Materialien gefunden worden, die die bis dahin unklaren Fragen beleuchteten und die schon früher geäusserten Vermutungen bestätigen1). Die Zeugnisse der um die Entstehungszeit des Karäertums lebenden Rabbaniten (Saadja Gaon, R. Jehuda Halevi, R. Abraham ibn Esra, R. Abraham ihn Daud, Maimonides und and.) und Karäer (Abu Jacub Jusuf al-Kirkissani, Abu Jacub Jusuf al-Bassir, im X. Jh.) lassen sich dahin zusammenfassen, dass das Karäertum durch Restauration der Lehre der alten Sadduzäer entstand. A. Geiger hat wiederholt als Beweis der Abhängigkeit des Karäertums von den Sadduzäern die Tatsache angeführt, dass beide Sekten in vielen Gesetzesbestimmungen übereinstimmen. An den wenigen Talmudstellen, an denen sadduzäische Gesetze erwähnt werden, können wir eine Uebereinstimmung mit den Karäern feststellen. Ja noch mehr, auch in solchen Punkten, die im Talmud gar nicht erwähnt werden, die wir erst aus den Werken des Josephus Flavius und der ältesten Väter der Christliehen Kirche kennen, auch dort herrscht 'erstaunlicherweise *) Harkavy, Die Nachrichten des Karäerä Abu-Jusuf Jakub al- Kirkisani über die jüdischen Sekten (russisch; in den Schriften der Russischen Archäolog. Gesellschaft 1894, Rand VIII, S. 247—321); idem, Anan, der Stifter der karäischen Sekte (Jahrbuch für jüd. Geschichte und Literatur, 1899, Band II, S. 107—122); idem, Studien und Mitteilungen au3 der kaiserl. OeffentL Bibliothek, VIII Teil (St. Petersburg 1908); idem, לקורות הכתות בישראל (Beilage zu Grätz-Rabbinowitz, hebr., Band m); idem, mehrere Artikel in ״Woskhod“ 1896—8; Poznanski, Die Qirqisäni-Handschriften des British Museum (in Steinschneider- Festschrift); idem, Aus Kuirquisäni’s Kital al־anwär w’al Maräqib (in Semitic Studies in memory of Kohut); idem, Jacob b. Ephraim, ein antikaräischer Polemiker d. X. Jahrhundert (in Kaufmann ־ Gedenkbuch) und mehrere Artikel in REJ, JQR, MGWJ. Hakedem, u. a.; Sch echt er, Jewish Sectaries, 2 Bände; H. Hirschfeld, Kuir.quisäni Studies, London 1918; Markon, in Ha-Gan (St. Petersb. 1899); idem, Texte und Untersuchungen aus dem Gebiete der karäischen Ehegesetzes nach handschriftlichen Quellen (St. Petersb. 1908); Mann, Zahlreiche Artikel in JQR. (Philadelphia); Marmorstein, in הצופה לחכמת ישראל u. a.

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