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Jeschurun · 1926-11-01 · Heft 11-12 (November 1926) · p. Seite 597

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 11-12 (November 1926)
Date
1926-11-01
Page
Seite 597 (sequence 73)
Language
German
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Eine ungerechte Beschuldigung usw. 597 bereits 1901 in der ״Isr. Monatsschrift“, Beilage zur »Jüd. Presse“, Nr. 6 veröffentlicht hatte. Es ist sicher im Sinne des verewigten Verfassers, wenn folgende Ausführungen die Hauptdaten seines Aufsatzes wiedergeben. Zuerst erwähnt Basnage in seiner ״Histoire des juifs“ (1707) Bd. V S. 1616 die Erzählung Äbulfaradjs vom Uebertritt Maimunis zum Islam. Doch hat bereits Salomo Munk in seiner ,Notice sur Joseph ben Jehouda (1842) die Glaub würdigkeit Aßulfaradjs angezweifelt. Es bleiben aber noch vier Argumente für die Beschuldigung gegen Maimonides, eines von Munk, drei von Abr. Geiger: 1) die Behauptung des arabischen Schriftsteilers Alkifti, 2) das vermeintliche Selbstzeugnis Maimunis in 3 ,אגרת השמד) die Schlussfolgerung Geigers aus dem Bericht des Saadja ihn Danan über den Märtyrertod des R. Jehuda Hakohen, 4) Geigers Auffassung der Worte Maimunis מעלת' מן השמד in seinem Briefe über die Seereise nach Palästina. Im folgenden sollen — in engstem Anschluss an Berliner — die Hinfälligkeit dieser vier Argumente nachgewiesen werden. 1. In seiner angeführten Schrift nimmt Munk die Anschuldiguug des Maimonides wieder auf. Seine Quelle ist der arabische Schriftsteller Alkifti. Dieser erzählt, Maimonides habe sich äusserlich zum Islam bekannt und später Gelegenheit genommen, nach Fostat zu gehen, wo er wieder öffentlich als Jude lebte. Später sei er in Aegypten wegen Abfalls vom Islam angeklagt, doch habe der Wesir Abdilrahim erklärt, Maimonides sei zum Islam gezwungen gewesen und brauche deshalb nicht in ihm zu verharren. Im ,Journal Asiatique“ (1842, II p. 37) macht Munk darauf aufmerksam, dass Alkifti mit dem Schüler des Maimonides Joseph ben Jehuda1 befreundet war und daher von ihm wohl die Nachrieht hatte. Dieses ist nach Munk ein starkes- Argument für seine Glaubwürdigkeit. Mit Recht wendet Berliner hiergegen ein: An sich ist die Tatsache der Freundschaft zwischen Jo- 1) Bppenstein, Moses b. Maimon. S. 58—60 Anmerkung 1. bekämpft die Identifizierung dieses Joseph b. Jehuda. mit Ibn Aknin.

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