Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1926)
- Date
- 1926-11-01
- Page
- Seite 579 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 1× ep/1002670
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Eine Metaphysik des Pentateuch 579 gebracht wird, der Dienst am goldenen Kalb, die Ziegenböcke, denen die Israeliten in der Wüste dienen Lev. 17,11 vgl. die Bedeutung des עזאזל Lev. 16,1g1). Der Widder Abrahams wird freilich nur sehr künstlich auf Grund eines von Raschi gebrachten Midrasch herangezogen, nach dem der Widder Gen. 22,13 מוכן היה לכך מששת ימי בראשית, wo also von irgend einer Beziehung zum Götzendienst gar keine Rede, aber Vf. braucht den Widder, weil er das gesamte Opferritual ebenfalls mit seiner Theorie zu erklären sucht und hier Rind, Widder und Ziege die Hauptopfertiere sind. Denn wie der ganze Pentateuch in seinen erzählenden Teilen nichts anderes ist als die Schilderung des Kampfes des E10kim-J..we mit den anderen Elohim2) — daher die Selbstbezeichnung des Pentateuchs als Buch der Kriege J..wes, — so sind seine gesetzlichen Teile nichts anderes als die Angäbe der Mittel, mit denen seitens Israels die Tilgung der fremden Elohim (die ihnen auf Grund ihrer Abstammungszentren im Blute stecken) und die Aufrechthaltung der Verbindung mit E10kim-J..we versucht werden soll. Auch die ethischen Be- Stimmungen haben nichts mit der landläufigen Moral zu tun; sondern sind ein Ritual so gut wie die Chukkim (Vf. versucht freilich auf S. 140 mit dem ״ biologischen Universalismus der hebräischen Metaphysik״ die Möglichkeit zur universellen Anwendung der ethischen Anordnungen des Pentateuchs zu retten und den Unterschied zwischen den Moralbegriffen von Kadosch und Tabu zu begründen). Hier sei zum besseren Verständnis des Folgenden nur mit ein paar Worten des Begriffes der ״Fixation״ Erwähnung getan, den Vf. einführt. Er braucht den Ausdruck dort, wo ein Volk auf eine dauernde Normalität festgelegt wird, die die Transcendenz verhindert, dem Volke die Tätigkeit zur Metaphysik nimmt. Diese Tätigkeit ist nur so lange vorhanden, als das Volk mit seinen Elohim verbunden ist, noch keine Loslösung von seinem biologischen Zentrum stattgefunden hat. Es gibt aber einen I) S. 79; 280 ff. 2) S. 86.