Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 521 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
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Bemerkungen 521 Land in Suria kauft, ist genau so, als würde er in der Umgegend Jerusalems kaufen“. Aber der Ausspruch: ״Wer in Suria Land kauft, usw.“ bedeutet in der Hauptsache, dass die Bodenbesitzer in Suria, wie in jedem כיבוש יחיד, zur Einhaltung der durch das Gesetz vorgeschriebenen Abgaben verpflichtet waren, wie Maimonides zur Stelle bemerkt. Gegen die Auffassung von Klein spricht auch, dass die Mischnah in Schebiit, Ende des VI. Perek, ausdrücklich untersagt, Therumah von Suria nach Palästina zu bringen. Den Unterschied, den die Mischnah offensichtlich zwischen Theruma und Bikkurim macht, erklärt die Gemarah Jeruschalmi an beiden Stellen dahin, dass es Pflicht des Eigentümers ist, Bikkurim nach Jerusalem zu bringen, während er Terumah nicht dorthin bringen muss, sondern sie den Priestern seiner Stadt verteilen darf. Würde man nun den Priestern in Palästina die Terumah von Suria zum Genuss erlauben, wäre zu befürchten, dass sie selbst nach Suria gehen, um sie dort von der Scheune zu holen, und sich dabei durch das Ueb er schreiten der Grenze des heiligen Landes zu verunreinigen. Sodann bringt Klein die Mischnah aus Baba Kama 79 b: ״Man darf in Erez Jisroel kein Kleinvieh ziehen wegen der Besiedelung Erez Jisroels“. Ausgehend von einem in seinem Aufsatz zitierten Satz Fritz Bodenheimers, knüpft er daran die Vermutung, dass diese Bestimmung getroffen wurde, um den durch die vielen Kriege schon ohnehin stark gelichteten Waldbestand Palästinas vor weiteren Beschädigungen zu schützen. Aber die Braitha zu obenerwähnter Mischnah bemerkt ausdmeklich, dass man in den Wäldern und unbewohnten Gegenden Palästinas wohl Kleinvieh ziehen dürfe. Die Weisen wollten vielmehr mit diesem Verbot lediglich verhindern, dass das Vieh fremden Besitzern gehörende Felder abweide, und diesen dadurch Schaden zufüge, wie sämtliche Erklärer die obenerwähnte Misehnah interpretieren. Auch aus einer Baba Kama 80 a wiedergegebenen Erzählung ist das zu entnehmen: ״R. Ismael sagte: Zu den Häusern des oberen Galiläa gehörte mein Vaterhaus; weshalb wurden sie nun zerstört? Weil sie ihr Vieh in den Wäldern weiden und in Geldstreitigkeiten durch einen einzelnen Richter entscheiden Hessen. Und obwohl sie diese Wälder in der Nähe ihrer Häuser hatten, (Raschi: und somit dort ihr Vieh weiden durften,) war dort ein kleines (Raschi: nicht ihnen gehörendes) Feld, durch das sie ihr Vieh führten“. Wie wenig Rücksicht unsere Weisen auf die Wälder nahmen, beweist auch, dass sie unter anderen auch eine von Josua bei der Verteilung des Landes getroffene Bestimmung als auch für ihre Zeit noch bindend übernahmen. Danach hat Josua vor der Verteilung Palästinas mit den Leuten vereinbart, dass ein Waldbesitzer nichts dagegen haben soll, wenn Kleinvieh in ihnen weidet. Emil Klein Frankfurt a. M.