Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 520 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2292929-2293042-2293048--08620-2301902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
520 Bemerkungen אשר הסיר חזקיהו את במותיו)“; sie verhöhnen uns damit, dass ״wir unsere Zeichen nicht beachtet hätten, keinenPropheten besässen und niemand, der etwas wisse! Wie lange, Gott, darf der Widersacher so lästern“? (Jes. 37,8 u. 18—20 2. Kön. 19). Hält man daran fest, dass der Ps. aus dieser Zeit ist, so ist es selbstverständlich, dass Drachen u. Leviathan bei Jes. 27, l4) sich einerseits auf Aegypten mit Rücksicht auf die Begebenheiten der Urzeit, anderseits auf Assyrien beziehen. Ps. 93. Wie an anderer Stelle dargelegt (Haolam 1925, Nr. 6), steht das ganze 4. Psalmenbuch 90—106) unter dem Einfluss des Pentateuchs, seiner Lehren von Gott und seiner Erzählungen von Moses. Die in Ps. 108» 7—8 zitierte Vision Ex. 38,13—34, 7 liegt schon dem Ps. 90 zu Grunde, der eine kunstvolle Darstellung des Seelenzustandes Moses in jener Stunde gibt, als er, erschüttert durch die Betrachtung des Menschenlebens, um die Offenbarung der Wege Gottes betete, worauf die Kundgebung von Gottes Gnade und Güte erfolgte. Daher die Ueberschrift תפלה למשה und die vielen Anklänge, auch in Ps. 91 (v. 4 ist inspiriert von ושכותי בפי Ex. 32,22). — Ps. 92 verwendet Motive aus Deuteron. 32,4. — Ps. 93 lehnt sich nun ganz an den Gesang Ex. 15 an, dessen Anfang und Schluss (כי גאה גאה — ה׳ ימלוך) seine erste Zeile bilden. Daher sind natürlich die ״mächtigen Fluten“ nur eine Erinnerung an das Schilfmeer, wobei aber נהרות zugleich einen Hinweis auf die zeitgenössischen assyrischen Feinde bilden, cf. Jes. 8, 7—8 und 59,19. Schon dadurch wird klar, dass weder die Heran- Ziehung des babylonischen Tiamat-Mythus auch nur als ״blasse Erinnerung“ (Kittel), noch eine eschatologische Deutung (Gunkel) hier am Platze ist. Bemerkung־. Das halachische Motiv משום ישוב ארץ ישראל. In seinem unter obiger Ueberschrift in Heft 3/4 des Jeschurun, Jahrgang 1926 erschienenen Aufsatz versucht Herr Prof. Dr. S. Klein, an Hand von Belegen aus dem Talmud nachzuweisen, dass unsere Weisen durch Sonderbestimmungen die Erhaltung und Besiedelung des heiligen Landes fördern wollten. K. will einen solchen Beweis aus M. Chaliah, Ende des IV. Perek erbringen. Dort heisst es, dass man in Jerusalem die Erstlinge eines Mannes, namens Ariston, aus Apamäa annahm, denn man sagte: ״Wer 4) Ueber die zweifellose Echtheit der Kap. 24—27 s. meine ״Le prophete IsaiV (Paris 1925) S. 60—69 Revue des Etudes Juives LXXXI,27—36.