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Jeschurun · 1926-09-01 · Heft 9-10 (September 1926) · p. Seite 518

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 9-10 (September 1926)
Date
1926-09-01
Page
Seite 518 (sequence 74)
Language
German
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518 Bemerkungen zu einigen Psalmen ״Und dies Letzte ist nicht Letztes, sondern ein allzeit Nahes, das Nächste; nicht das Letzte also, sondern das Erste. Wie schwer ist solch Erstes! Wie schwer ist aller Anfang! Recht tun und von Herzen gut sein — das sieht noch aus wie Ziel . . . Aber einfältig wandeln mit deinem Gott — das ist kein Ziel mehr, das ist 80 unbedingt, so frei von jeder Bedingung, von jedem Erstnoch und Uebermorgen, so ganz heute und also ganz ewig wie Leben und Weg, und darum so unmittelbar der ewigen Wahrheit teilhaft wie Leben und Weg. Einfältig wandeln mit deinem Gott — nichts weiter wird da gefordert als ein ganz gegenwärtiges Vertrauen. Aber Vertrauen ist ein grosses Wort. Es ist das Ailereinfachste und grade darum das Schwerste. Es wagt jeden Augenblick zur Wahrheit Wahrlich zu sagen. Einfältig wandeln mit deinem Gott — die Worte stehen über dem Tor, dem Tor, das aus dem geheimnisvoll-wunderbaren Leuchten des göttlichen Heiligtums, darin kein Mensch leben kann, herausführt. Wohinaus aber öffnen sich die Flügel des Tors? du weisst es nicht? Ins Leben“. Mögen auch dem edlen Manne, der uns durch die Geheimnisse dreier Welten bis in die Ueberwelt der Erleuchtung zu leiten gewusst und zur höchsten Schau ein Führer geworden, möge auch ihm Gott, der liebende Offenbarer, der ihn mit Weisheit begnadet hat, die Tore öffnen, über denen geschrieben steht: ins Leben, in ein langes, kraftvolles Leben! Bemerkungen zu einigen Psalmen. Von Rabb. Dr. A. Kamioka, Wien. Za den im Heft 5/6 (S. 270—279) unter Ablehnung der Tendenzen der neueren Bibelerklärer besprochenen Psalmen sei gestattet, hier einige Bemerkungen zu machen (Bez. anderer Psalmen, über den allgemeinen vorexilischen Ursprung des ganzen Buches und seine Einteilungsgründe, sowie überhaupt betr. die Unhaltbarkeit der Hypothesen von poetischen biblischen Schriften aus der Zeit nach Esra, sei auf meine Aufsätze in ״Hatoren“ 1924, ״Haolam“ 1925—1926, Revue des Etudes Juives 1925, verwiesen).

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