Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 501 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Stern der Erlösung 501 und die Epigraphe, wie Firkowitz dachte, einander hestätigen, wie wir aber denken, widerlegen müssen. Was die paläographisehen Data anbetrifft, so kann man heim ersten Blick auf den Abdruck der uns interessierenden Inschrift1, der in der Russischen Oeffentlichen Bibliothek aufbewahrt wird, leicht erkennen, dass der Charakter der Schrift ein neuer und vollständig analog der Schriftform anderer Abdrücke von Grabinschriften aus der Krim des XVI. und XVII. Jahrhunderts, die daselbst aufbewahrt werden, ist; so dass man den paläographisehen Data gemäss die Inschrift unmöglich nicht nur ins X. Jh., wie es Chwolson tat, sondern nicht einmal ins XIII. Jahrhundert setzen kann: sie gehört zweifeilos dem XVI. Jahrhundert an. Der Stern der Erlösung. Von Franz Rosenzweig. Ein Versuch zu seiner Würdigung. Von Joseph Cariefrach. (Schluss). II. Eine grosse Philosophie ist nicht die, gegen die nichts zu sagen ist. Es ist die, die etwas sagt. Eine grosse Philosophie ist nicht die, an der nichts angegriffen werden kann; es ist die, die etwas ergreift (das Leben ergreifen lehrt). (Pegny) Franz Rosenzweig ergeht es mit dem ״Stern der Erlösung״ ähnlich wie es 8. Z. Kant mit der ״Kritik der reinen Vernunft״ ergangen ist. Damals schuf der Königsberger Denker infolge der Neuartigkeit der kritischen Weltbetrachtung ein in Form und Sprache, in Begriffsbildung und Terminologie so aufrührerisch seltsames Werk, ein solches Novum in der philosophischen Literatur, dass die Leserwelt ihm schlechterdings keine Gefolg- נ) Ich habe leider wegen der technischen Schwierigkeiten nicht die Möglichkeit, hier das Phototyp des genannten Abdruckes beizulegen.