Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 500 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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500 Eine Benennung der Türkei usw. Norden vom Kaspischen Meer, im Lande der Ghusen, bei den Arabern jyül Den zu Falsifikationen hinneigenden Abraham Firko- ,witz1 brachte ״Uz“—״Ba'bür“—״Gibbör“ auf den Gedanken, das Datum unserer Inschrift zu fälschen, das so berühmt gewordene Epigraph mit dem Namen Jehüdä Ha-Gibbör und eine ganze Reihe weniger bekannter, aber unzweifelhaft gefälschter Epigraphe zu fabrizieren, zum Beispiel, das Epigraph, nach dem eine Handschrift, die einen Teil der 12 kleinen Propheten enthält, im Kaukasus im Jahre 848 geschrieben sein soll; das Epigraph, nach dem diese Handschrift im Jahre 885 der Gemeinde Sarkel von einer Frau Namens Otraschi, Tochter des Mordechai Ha-Gibbör (אותדשיבת מרדכי הגבור), oder, wie D. Chwolson2 übersetzt, Mordechai des Starken, und endlich das Epigraph, das uns erzählt, diese Handschrift sei im Jahre 1396 der karäischen Gemeinde in Tschufut-Kale von einigen ״starken jungen Leuten“ (הבחורים הגבורים Ha-Bachünm ha-Gibbörlm), die aus Sarkel ausgewandert und sich in Tschufut- Kaie besetzten, geschenkt3. Dieses Epigraph, oder richtiger diese drei Epigraphe, befanden sich in D. C h w 0 1 s 0 n s Händen, er betrachtete sie 4 und kam, trotzdem ihm schon die Werke von Kunik5, Harkavy und Strack bekannt waren, bei der Behandlung unserer Inschrift nicht auf den Gedanken, dass sowohl das Wort ״) גבורGibbör“ — ein Held, ein starker), als auch das Wort ״) בחורBahür“ — ein junger Mann) in der Inschrift und auch in den Epigraphen figuriert, und folglich die Inschrift 9 Chwolson, Corpus, p. 46: ״Firkowitz hat den ,Willen und die Fähigkeit gehabt, Fälschungen zu machen und er hat auch unzweifelhaft solche gemacht״. 2) I). Chwolson, 18 hebräische Grabschriften aus der Krim, p. 29, |>3; vgl. Harkavy und Strack, Catalog hebr. Bibelhandschr. usw., p. 73—76; s. auch Neubauer, Aus der Petersb. Bibliothek, p. 134—186. *) Ibidem. 4) Ibidem. b) Kunik, Tochtamysch und Firkowitz (St. Petersb., 1876, russisch).