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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 429

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 429 (sequence 97)
Language
German
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Wahrheit und Frieden 429 entgegenstehenden Wirrnisse auf Erden, doch nach Gttes Be- Stimmung die endliche Gestaltung der Dinge auf Erden bilden soll, den hat Gtt nicht der feigen und feilen Konnivenz, sondern dem redlich für das Rechte mit selbstvergessenem Mute einstehendem Pinchaseifer an vertraut.״ Mit besonders glühenden Worten gibt er aber seiner Ueberzeugung Ausdruck bei dem Gottessegen für Pinchas1): שלום״ ist die Gestaltung der vollendetsten Harmonie aller Weltverhältnisse untereinander und mit Gtt, ist als ein ״ברית״, als eine von absoluter Gttesbestimmung getragene Verheissung ausgesprochene, deren endliche Realisierung das absolute Augenmerk Gttes und daher der Welt unabänderlich sicher ist. Die Realisierung dieser höchsten Friedensharmonie überantwortet Gtt hier gerade derjenigen Gesinnung und demjenigen Tatenwirken, welche eine gedankenlose, ihre pflichtvergessene Untätigkeit 80 gerne in den Mantel der ״Friedensliebe״ hüllende Welt, eben als ״Friedensstörer״ zu bezeichnen und zu verdammen sich gefällt. ״Friede״ ist ein hohes Gut, dem alles, alle eigene Rechte und Güter, nimmer aber die Rechte anderer, nimmer aber das Recht des göttlich Guten und Wahren zum Opfer gebracht werden darf. Der wahre Frieden der Menschen untereinander beruht auf dem Frieden aller mit Gtt. Wer den Kampf mit dem dem gttlich Guten und Wahren im Kreise der Menschen Feindlichen wagt, der ist mitten im Kampf und durch denselben ein Streiter für ברית שלום auf Erden. Nicht die Teilnahsmlosigkeit der Massen, selbst nicht die am Eingang zum Heiligtum in Untätigkeit geweinte Träne des Schmerzes um den Verrat, die wackere Pinchastat hat das Volk gerettet und ihm den Frieden mit Gtt und Seinem Gesetze und damit die Basis des eigenen, wahrhaftigen Friedens wieder gebracht.“ Das ist שלום! Und כהונה, Priestertum und Priesterschaft, Priesteramt und Priesterart, müssen sie nicht den Geist des Friedens atmen? Und dennoch erhält Pinchas seine priesterliche Eignung und Berufung, seine Erwählung für alle Zeiten iür ג) a. a. 0. zu Num. 20,12.

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