Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1926)
- Date
- 1926-07-01
- Page
- Seite 418 (sequence 86)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2292929-2293042-2293047--08500-2301782- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
418 Das Trennungsprinzip usw. allerdings, dass die Organisationen nicht in den Dienst der Politik gestellt werden, dass sie in dieser Hinsicht neutral seien. Dadurch könnte auch ein besseres Verhältnis zum Misrachi angebahnt, könnte die gemeinsame Arbeit der יראים in Palästina, die doch wahrlich bitter nottut, gefördert werden. Denn wenn auch bei der Stellung zum Misrachi noch andere Momente in Frage kommen, die hier nicht ausführlich behandelt werden können, so beruht doch letzten Endes auch dieser Gegensatz auf der Alternative: Trennung oder Einheit. Ich möchte trotz aller Verbitterung, trotz aller journalistischen Verhetzung, an der, wie zuzugeben ist, beide Teile nicht unschuldig sind, die Hoffoung aussprechen, dass es den Elementen auf beiden Seiten, die es לש״ש meinen, gelingen wird den Weg zueinander zu finden. Diese Versöhnung würde sicherlich nicht wenig dazu beitragen die Tätigkeit unseres Verbandes לטובת הכלל zu einer intensiveren zu machen, das Ansehen der Thora und ihrer Vertreter in den Augen der Aussenweit zu erhöhen. Und so möchte ich mit dem Wort schliessen: שלום שלום לרחוק ולקרוב Friede zwischen denen, die für Entfernung, und denen, die für Annäherung sind, sie alle sollen einträchtig Zusammenwirken להרים קרן התורה. Nachbemerkungen des Herausgebers. Der vorstehende Aufsatz unseres verehrten Mitarbeiters ist die Wiedergäbe eines Referats, das er in der letzten Generalversammlung der Vereinigung traditionell gesetzestreuer Rabbiner Deutschlands gehalten hat Es ist auch im eigentlichen Sinne ein דבר בעתו als am V8 Juli gerade fünfzig Jahre verflössen sind, seit das Austrittsgesetz in Kraft trat Es war von vornherein die Absicht der Schriftleitung, entsprechend der Tendenz, die diese Zeitschrift seit ihrer Begründung verfolgt hat, ein Bindeglied zwischen den beiden Eichtungen innerhalb des thoratreuen Judentums darzustellen, auch die andere Anschauung in dem gleichen Hefte zu Worte kommen zu lassen. Das war zu unserem Bedauern nicht möglich. Wir hoffen bald in der Lage zu sein, das nachzaholen. Von uns aus seien nur einige vorläufige kurze Bemerkungen angeknüpft. 1. Was die halachische Seite der Frage betrifft, so wird der verehrte Autor es verstehen, wenn wir dem Zweifel Ausdruck geben, ob mit seinen