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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 410

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 410 (sequence 78)
Language
German
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410 Das Trennungsprinzip usw. von ברירה anwendbar ist; denn, wie wir schon früher bewiesen haben, sind bei der Gemeinde, wie wir sie heute haben, die Mitglieder überhaupt keine שותפץ. Die Gemeinde als öffentlichrechtliche Korporation schliesst den Begriff des שותפות aus, und damit entfallen alle Folgerungen, die man daraus gezogen hat. Der Gedanke ist übrigens in anderer Form auch früher schon ausgesprochen worden, und zwar in einem Responsum des 1 (ס‘, פ״ו) מהרשד״ם). Dort wird berichtet, dass einige Mitglieder einer Gemeinde wegen eines Zwistes mit einem Gelehrten sich yornabmen, dass sie niemals diesen Gelehrten oder einen von diesen Söhnen anerkennen oder zu seinem Unterhalt beitragen würden. Sie traten deshalb aus dem בית הכנסת, in dem er amtierte, aus. Nach dem Tode dieses Gelehrten bereuten sie ihr Gelübde und wollten jetzt zurückkehren. Sie waren aber im Zweifel, ob sie einen Beitrag in die allgemeine Kasse geben dürften, da jetzt ein Sohn jenes Gelehrten, auf den sich ihr Gelübde ja auch erstreckte, angestellt war. Der מהרשד״ס wollte es ihnen zuerst nur gestatten, wennn sie die Bedingung daran knüpften, das der גבאי ihr Geld für צדקה, nicht aber für das Gehalt des Gelehrten, verwende. Nachher aber, so schreibt er, hielt er auch dies nicht für notwendig; denn da ja der גבאי das Geld beliebig verwenden kann, so kommt es nur der Ver- Wendung zu gute, die für den Gebenden kein Verbot bedeutet. Das zweite Moment, das in Betracht kommt, ist das Verbot von סיוע ידי עוברי עבירה; durch die Zahlung an die gemeinsame Kasse werden die Uebertreter unterstützt. Logisch betrachtet, ist der Begriff schon deshalb nicht anwendbar, weil wir ja eine Minderheit bilden und auf die anderen angewiesen sind, sie aber uns nicht brauchen. In Wirklichkeit sind also nicht wir die מסייעין sondern die עוברי עבירה helfen uns, weil es uns ohne sie nicht möglich wäre unsere religiösen Institutionen zu erhalten. Aber wir wollen auch hier die Frage rein halachisch prüfen, ob überhaupt von מסייע ידי עוברי עבירה die Rede sein kann. Von den *) S. hierüber auch den Artikel von Rahb, Mayer-Karlsruhe im ״Jüd. Wochenblatt“ Jahrg. 1924, Nr. 42.

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