Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1926)
- Date
- 1926-07-01
- Page
- Seite 391 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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Eine Benennung־ der Türkei usw. 391 Geographen, Grammatikern, BibelkommentatoreD, in Responsen usw. usw. Was das Epitheton עוץ (Uz) anbetrifft, so wird es meistens in den Targumim und Midraschim für das östliche Römische Reich gebraucht1, besonders dort, wo eine Parallele zwischen Ost- und Westreich gezogen werden soll2. Aber überall trägt עוץ, wie auch die anderen Epitheta 1עמלק, שעיר, עשו, בצרה, בוז, מגדיאל usw. einen odiösen Charakter. Mit dieser Nuance finden sie sich in einer riesigen Zahl von Schöpfungen der mittelalterlichen religiös-nationalen Literatur des Judentums, in denen Israel sein Schicksal beklagt und Gott um Errettung aus den Händen seiner jahrhundertelangen Bedrück er bittet3. 1) Bas basiert auf der Auslegung des Targum Pseudo-Jonathan za Threni IV,21: חדיאי ובדיחי קושמנמינא קרתא ד א דר ם רשיעא דמתבבא בארעא ארמינא בסגיאין אוכלוסין דמן עמא דאדום. 2) Zuweilen finden wir auch andere Parallelen, so z. B. Midrasch Echa Rabbati, IV,21: בת אדום זו קפרין/ יושבת באיץ עוץ זר רומי (Edom — Caesaraea; Uz Rom). Bei Parallelen in nicht poetischen, meistens historischen Werken, gebraucht man für das westliche Reich — יאד,'ם für das östliche — יון. 3) J. Perles, Jüdisch-byzantinische Beziehungen (Byzantinische Zeit- Schrift, Band II, 1893, S. 569-570): ״Schon in den hebräischen Beziehungen des Byzantinischen Reiches ist der niedergehaltene Groll der Unterdrückten erkennbar. Es wurde dafür der altbiblische Name der Söhne Nahors Buz und Uz (1. B. M. 22,21) gewählt, Buz (בוז) klingt an Byz—antinm an, hat aber sprachlich die Nebendeutung: der Verächtliche, wie Uz (עוץ) die des Bedrückers (rabb. syr. עצא bedrücken, erpresse□, Gewalt antun}. ״Aehnliche Anspielungen liegen auch den Namen ציד ורומה, ברז והרי, Schütze und Speerwerfer (= Rom), ברכא הייבא oder ברבא דרומי רשיעא das sündhafte oströmische Reich zu Grunde, während der Name Magdiel (1. B. M. 36, 43) für Rom und Konstantinopel lediglich die Uebersetzang von jjLaYaXoTioXis *sti O^gl. Z unz, Synag. Poesie 437 ff.; M. Sachs, Beiträge II, 139, 145;Senior Sachs, Gabirol 74-87; A. Epstein, Beiträge zur jüdischen Altertumskunde I, 30).a Irrtümlich weist Perles nur auf die Abhängigkeit von ע.יץ (als Be- Zeichnung der Byzanz) von בחור hin, nicht aber von שעיר״־עשו (Gen. XXXVI, 28); ebenso wird מגדיאל in poetischen Werken zur Bezeichnung von Rom und Konstantinopel nicht nur deshalb gebraucht, weil מגדיאל