Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 387

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 387 (sequence 55)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2293042-2293047--08469-2301751
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Eine Benennung der Türkei usw. 387 Von diesen Voraussetzungen ausgehend, anerkennt D. Chwolson diejenigen Inschriften für richtig, bei denen die Daten 1) mit dem rabbinischen Kalender übereinstimmen, 2) einen Tag früher oder 5) einen oder 4) zwei Tage später fallen, d. h. wir haben immer vier Varianten, die uns von der Richtigkeit des Datums überzeugen sollen oder können. Da aber die Woche im ganzen nur sieben Tage hat, so ist dieser Raum schon für solche Inschriften zu gross, die nicht mit Firkowitz zusammenhäogen; kann man denn aber überhaupt diesem Kriterium irgendeinen Wert beilegen, wenn es sich um Inschriften handelt, von denen Chwolson selbst (mit Recht) sagt (ibid., p. 509)1: ״Alles, was durch die Hände von Firkowitz ging, ist eo ipso verdächtig und nur das darunter ist als echt anzunebmen, dessen Echtheit bewiesen werden kann?“ Und was bedeutet es wirklich für einen Menschen, der ganze Epigraphe und Grabsteine (z. B. סננרי und סנגרית) anfertigte und die Jahreszahlen auf einer ganzen Reihe von Grabsteinen ausbesserte — auch die Monats- und Wochentage auszubessern? Ebenso gut wie Chwolson kannte ja auch Firkowitz die Kalendersysteme und die Art ihrer Berechnung; Chwolson allein weist auf ausgebesserte Wochentage hin2; es sind auch fertige Inschriften da, in denen Platz für das Datum gelassen ist3; endlich sagt auch C h ¥ o 1 s 0 d , wenn auch mit Einschränkung (ibid., p. 387)4: ״Die Wochen- und Monatstage fand ich auch in einigen anderen Grabschriften geändert, was immer leicht5 zu erkennen ist.“ ז) Vgl. auch das Vorwort zur russischen Ausgabe des ״Corpus etc.“ (St. Petersburg 1884 י S. VII. '־) op. eit., p. 387 über die Inschrift No. 111 (bei Firkowitz) und ibid., p. 842 über die 10>chriit No. 296 (bei Firk.). 3) ibid., p. 338, Inschrift No. 177 (bet Chwolson) in der für den Wochen- und Monatstag, sowie auch für den Namen des Monats Lücken gelassen sind. י) Es ist dort von der Inschrift No. 141 (bei Firk.) die Rede.;>i Trotzdem sagt Chtvolson über die Inschrift No. 139 (bei Firk.) folgendes (ibid., pp. 386—387): ״Auf meinem recht guten Papierabdruck ist eben so wenig wie auf dem Original eine Aenderung des Datums zu merken, und demioch ist dasselbe gefälscht.“

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.