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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 378

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 378 (sequence 46)
Language
German
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378 Eine messianische Bewegung usw. grammaton ausspricht, ist des Todes schuldig 5). Dieses Gesetz ist gegen die palästinensische Halacha. Philo und andere Hellenisten dachten so, allein nach der Mischna ist nur der Gotteslästerer mit dem שם, strafbar 6). R. Levis Ansicht wurde von R. Abba b. Kahana und R. Josua ben Levi bekämpft. Die nähere Veranlassung zu dieser ״Reform“ dürfte aber der auch sonst nachweisbare Einfluss des Mystikers R. Pinchas ben Jair, der ebenfalls in Lydda wirkte, gewesen sein. R. Pinchas ben Jair lehrte nämlich, und R. Josua ben Levi tradiert den Satz: Würde Israel in den Gebeten das Tetragramm benützen, so würde es erhört werden, die Erlösung würde schleunigst herbeikommen 7). R. Josua ben Levi zog die Folgen aus dieser Lehre, als er dachte, dass die Endzeit nahe sei. Aus diesem Grunde werden die Lyddenser גס״ רוח von den Lehrern in Sepphoris und Tiberias genannt 8). Es erscheint den letzteren wie eine Art von Anmassung und Hochmut diese Mittel anzuwenden. Wir haben aber auch direkte Beweise für die Teilnähme des letzteren an der messianischen Bewegung. R. Josua ben Levi hat eine Fahrt nach Rom unternommen. Wie vor ihm R. Simon ben Jochai und noch früher R. Gamaliel II mit Genossen nach Rom reisten, um Verfolgungen ihrer Volksgenossen zu verhüten oder zu lindern, so wird auch die Reise dieses Amoräers mit der politischen Lage der Juden in Palästina zu verbinden sein. Die Romreise ist an folgenden Stellen belegt und zeigt deutliche Hinweise auf unsere messianische Bewegung. In Rom sah er den gewaltigen Kontrast zwischen Reichtum und Armut. Die leblosen Marmorsäulen sind mit wertvollen Teppichen bedeckt, während die Bettler 5) Pes. ed Buber 148 a. כל מי שהוא מפרש שמי של הקב״ה חייב מיתה, dass es sich nicht um Lästerung handelt ist sicher, vgl. Onkelos und Ps. Jonathan zu Lev. 24.16. 6) vgl. Dähne, Gesch. Darstellung der jüd. Rel. Philosophie 1834, II. 27 ff. 7) Pes. r. c 22 ed. Fr. 114 b. 8) vgl. oben p. 183, Anm. 6, ebd. 1. z. 9. dritten, statt zweiten Jahrhundert.

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