Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1926)
- Date
- 1926-07-01
- Page
- Seite 367 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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Exegetische Beiträge 367 die richtige Parallele zu "בנאדך“, und ist weder ״Glosse״ noch ״Variante“ zu ,ספרתי des ersten Vgl. Die Annahme liegt nahe, dass aus ספר זפר ein Femininum ,ספיד gebildet wurde, damit eben keine Verwechslung mit ״ ספרBuch“ stattfinde. Um des ססרתה willen im ersten Vgl. hat der Psalmendichter zu בנאדך das בספרתך als Wortspiel gewählt (wie בנאדך zu נדי). Man beachte auch, dass wir im Hebräischen für ״Schlauch“ mehrere Nomina haben, wie etwa ,נאד, חמת, אוב, בבל; dazu gesellt sich nun auch ספר bzw. ספרה, dessen Eintragung in dieser Bedeutung in den hebr. Lexicis wir demnach gewärtig sein dürfen. Eine interessante Stütze für meine obige Annahme fand ich noch bei m. Lektüre des Sohars, Sidra שלח־לך. Dort wird gelegentlieh einer Erzählung von einer Begebenheit die Rabbi Jesa und R. Chiskija zutiess, unter anderem berichtet: ,חמי הד בר נש דהוי אתי שאיל לון מיא דהוה צחי והוד. לאי בתוקפא דשמשא; אמרו ליה מאן את, אמר לון יודאי אנא ואנא לעי וצחינא אמרו לעית באוריתא, אמר לון עד דאנא עמכון במלין אסלק להאי טורא ן־תמן אסב מיא ואשתי, אפיק רבי ייסא הד ז פ י ר א ״ .מלא מיין ויהב ליהDa sahen sie einen Mann, der ihnen entgegenkam; dieser bat sie um Wasser‘, da er Durst hatte und infolge der Sonnenglut ermüdet war. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist Du? Er antwortete darauf: Ich bin Jude und bin müde und durstig, Sie sprachen dann zu ihm: Hast du dich abgemüht (beschäftigt) mit der Thora? Da sagte er: anstatt dass ich mich mit euch unterhalte, ersteige ich diesen Berg, wo ich Wasser hole und trinke, da holte Rabbi Jesa einen Schlauch (זפירא) voll Wasser und reichte ihn ihm.“ Es ist hier nicht der Platz zur Frage des Alters des Sohar Stellung zu nehmen, ob er tatsächlich den Tannaiten Rabbi Simon ben Jochai zum Verfasser hatte, oder ob er aus der Zeit Mose de Leon stammt. Ein würdiges Alter kommt dem Sohar, dieser Bibel der Geheimlehre in Israel, sicherlich zu. In diesem klassischen Werk der jüdischen Literatur findet sich nun, wie wir gesehen das im Arabischen gebräuchliche Nomen זפר in unzweifelhafter Bedeutung Wasserschlauch gebraucht. Nur hat hier keine Lautver- Schiebung (j in ס) stattgefunden und dem Nomen ist dieKätil-Form fern, (im Späthebr. bes. für Abstracta gebraucht, nicht so aber