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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 341

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 341 (sequence 9)
Language
German
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Die Bibel als Quelle usw. 341 Die Bibel als Quelle für Folkloristik. Von Dr. Armin Blau, Hamburg. (Fortsetzung.) Wir haben im ersten Artikel (Jeschurun XIII, Heft 5—6) uns mit den Prinzipien der Folkloristik in Anwendung auf bibliscbe Stoffe auseinanderzusetzen begonnen und haben dort bereits unsren ablebn enden Standpunkt gegenüber gewissen allzukühnen Kombinationen J. G. Frazers, eines Altmeisters der Folkloristik, ausgesprochen. Wir setzen im folgenden einige weitere wichtige Punkte hierher, die einer kritischen Stellungnähme u. E. bedürfen. II. Frazer beschäftigt sich im weiteren Verlauf seiner Untersuchungen zur Genesis mit dem ersten Menschenmorde dem Morde Kains an Abel und dem Kainszeichen, das der Mörder fortan tragen musste. Frazer sucht auch hier nach Parallelen bei primitiven Naturvölkern und zieht manches Ueberraschende zum Vergleich heran. Unter anderm nennt er die Wanderungen des griechischen Muttermörders Alcmaeon, der von den Geistern der Gemordeten verfolgt wird, bis er an der Orakelhütte zu Delphi den Rat erhält, ein Land aufzusuchen, das die Sonne noch nicht beschienen habe zur Zeit, als er den Mord begangen habe. Dieses Land findet er auch auf den echinadischen Inseln (im Jonischen Meer), die angeblich erst später, nach dem Muttermorde, durch Zurücktreten des Meeres sich gebildet haben, dort findet er endlich Ruhe vor den Geistern. Das angeblich Gemeinsame an diesen Berichten, dem griechischen und dem biblischen, ist nun nach Frazer: Glaube an Racheg e i s t e r, an ein Fortleben des Erschlagenen als Geist: ausserdem ein tertium comparationis: Die Wanderung und Gewissens- Verfolgung des Muttermörders. Dies letztere ist gewiss eine interessante und ganz lehrreiche Feststellung. Wenn aber Frazer

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