Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 327 (sequence 103)
- Language
- German
- Belongs to
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Bemerkungen 327 für das ägyptische Heer sein, woraus sich auch die Aufeinanderfolge von iannimn und Leviathan in V. 13 b 14 a äls eine natürliche erklärt. Wie widersinnig wäre es, die Tehötn (die babylonische Ti’ämatu), wenn sie seitsamerweisemit dem Leviathan gemeint sein sollte, den Wüstentieren zum Frasse gegeben sein zu lassen (V. 14b). Wie leicht dagegen konnte dies ausgesagt werden, wenn mit dem Leviathan das ägyptische Heer gemeint wurde, dessen Ueberbleibsel nach dem Durchmarsch Israels durch das Schilfmeer sich an den dasselbe östlich begrenzenden Strecken der Sinaiwüste ablagerten und eine Beute der Wüstentiere wurden! Mit welchem Rechte endlich will man V. 15-17 als ein Gemälde der Schöpfung hinstellen? Das kann in den da gegebenen und oben aus dem Zusammenhänge erklärten Strichen keineswegs gefunden werden. Da alle diese Momente von den neueren Freunden der Mytholog i e r u n g von Ps. 74,1217־ nicht beachtet worden sind, muss ihre Auslegung abgelehnt werden. Ed. König- Bonn. Sind ״ Transkriptionstexte“ als Vorlagen der Septuaginta eine neue Vermutung von Wutz? Während ich den im vorigen Jahrgang (S. 349—64) veröffentlichten Aufsatz über Wutzs neue Behauptungen ausarbeitete, war ich durch eine schwere Krankheit meiner Tochter an einen fremden Ort gebannt, also von meiner Bibliothek entfernt. Als ich aber jetzt mich mit der Gr an d voraus etzung die Wutz (Prof, in Eichstätt) als neue vorgetragen hat, wieder beschäftigte, fand ich meiner ״Einleitung in in das Alte Testament mit Einschluss der Apokryphen und Pseudepigraphen des Ms.“, S. 92 folgende Sätze: ״Hier dürfte ein geeigneter Ort zu einer Bemerkung über die einst viel verhandelte Frage sein, ob es bei den Juden im Altertum hebräische Kodizes in griechischen Buchstaben gegeben habe. Namentlich Tychsen, Befreytes Tentamen 15—18, 53—63 bejahte die Frage und meinte, dass aus solchen Kodizes die griechischen Uebersetzungen gefertigt seien. Aber Meg. 9 a und Soph. 15,1 reden davon, dass die heiligen Schriften (nach einem Sepäratvotum nur die Thora) in allen Sprachen (בכל לשון) geschrieben werden könne. Wenn also bei der Angabe des Separatvotums gesagt wird יונית, so kann dieses jewaniih nach dem Zusammenhang nur auf die Sprache (selbstverständlich mit Einschluss der Buchstaben) gehen. Auch jenes Beispiel des זזעטוטי) bezeugt, dass die Juden schon damals die umgekehrte Gewohnheit hatten, mit hebräischen Buchstaben fremde Wörter zu transkr bieren: ״in der Konstantinopler Polyglotte von 1554 ist die griechische *) Lesart neben 2 נערי Mos. 24, 5, die dort von mir eingehend behandelt worden ist.