Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 324 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2292929-2293042-2293046--08388-2301670- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
824 Miscelle tuerisehen Reichtums ermöglichen — das Ersäufen des ״Voreux״, die Vernichtung der Grube mit all ihren Maschinen, ihren Gängen und Verzimmerungen durch die Tat des Anarchisten bei Gefahr seines Lebens und unter Hinopferung vieler Unschuldiger — Etienne Lantier am Beginn der Erzählung, seine Wanderung in sternenloser Nacht und sein Auszug aus dem Dorfe am Schlüsse nach der furchtbaren Katastrophe als der einzig Gerettete ״Männer, eine schwarze Armee wuchsen rächerisch herauf, wuchsen herauf für die Ernte des kommenden Jahrhunderts״ — wohin man nur greift: gewaltige Bilder, die dem fühlenden Menschen nie mehr aus dem Gedächtnis schwinden, die der Sozialethik unter den Intellektuellen mehr Anhänger geworben als viele wissenschaftliche Werke der grossen Forscher und die Agitationsreden der Politiker zusammengenommen. Und es wird wohl Keinen geben, der überhaupt sozialem Empfinden zugänglich ist, der, nachdem er den ״Germinal“ gelesen, nicht, wenn er im Winter sich an der Kohle wärmt, der Arbeiter gedenkt, die unter den fürchterlichsten Strapazen unter der Erde für ihn ihr Leben aufs Spiel setzen. Der berufenste Beurteiler hat hier das letzte Wort gesprochen. Als man Tolstoi fragte, welchen zeitgenössischen Roman er geschrieben haben möchte, antwortete er: den ״Germinal“ 1). J. W. Miscelle. Eine schwere Piutstelle im טל. Das Schlusstück des Piut zum טל-Benschen, das mit den Worten טל תן לרצות ארצך beginnt, enthält eine Stelle, die den Erklärern schon viel Schwierigkeiten gemacht hat. Da heisst es: טל ושבע מלא אסמינו; הכעת תחדש ימינו. Das ה von הבעת ist auffällig. Viele Erklärer, und mit ihnen Heidenheim, fassen es als ה׳ השאלה auf, der Paetan fragt: Wirst Du (Gott) zur gegebenen Zeit unsre Tage erneuern? — Diese Frage- Stellung mitten in einem Bittgebet ist entschieden befremdend und deren Sinn schwer zu erraten. Heidenheim gibt dem Satz einen M Zitiert in einem Artikel über Zola im Unterkaltungsblatt der ״Vossischen Zeitung“ in einer Nummer im Februar d. J. Das genaue Dalum ist mir entfallen.