Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 309 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Teirmra 4 b 809 Temura 4 b. Von Rabbiner Dr. S. Kaatz in Hindcnburg o. S. Das Thema, das hier in aller Kürze behandelt werden soll, bildet die Kontroverse Abajis und Rabas Temura 4 b. אם עביד מהני או לא מהר. In der daran anschliessenden Diskussion versucht die Gemara unter Heranziehung einer Reihe von biblischen Bestimmungen, welche jeweilig der Ansicht Abajis oder Rabas zu widersprechen scheinen, Einwendungen gegen die Richtigkeit der betreffenden Ansicht zu erheben. Aber sie widerlegt und beantwortet sämtliche Einwendungen und schliesst S. 6 b die Diskussion mit der Feststellung והשתא דשנינן כל הבי שינויי♦.. במאי קמיפלני אביי ורבא בהר שינויי דשנינן ל״א בשינוי קונה. Beide Lesarten bedeuten wie die Kommentatoren hervorheben, dasselbe: Die Kontroverse Abajis und Rabas habe eine rein theoretische und keine praktische Konsequenz. Sie bestehe darin, dass jeder von beiden die aufgeworfenen Fragen in einer anderen Form beantwerte. Diese Feststellung der Gemara, dass die Differenz lediglich formaler Art ist, lässt nun die Frage offen, was eigentlich der Anlass der Kontroverse ist. Aus dem Wortlaut der beiden Aussprüche geht offensichtlich hervor, dass sie sich auf einen bestimmten Fall beziehen, in dem der Täter מלקות erhält, denn Abaji sagt אמאי לקי und Raba sagt ebenfalls והאי דלקי. Da es doch Gesetze gibt, deren Uebertretung nicht מלקות zur Folge hat, sondern andere Strafen oder keine vom Gerichtshof zu vollstreckende, so ist daraus ersichtlich, dass Abaji und Raba von einem bestimmten Gesetz sprechen, durch das sie ihren Ausspruch begründen. Welches ist das nun aber? Meines Erachtens ist die Antwort folgende: Es ist das Gesetz der vorangehenden Mischna, die Bestimmung über Temura, und nach אמאי לקי ist in Gedanken zu ergänzen הממיר. Abaji folgert aus dem Umstande, dass nach der Thora das zweite Tier heilig wird, dass der Täter seine Absicht erreicht hat und dass er aus diesem Grunde מלקות erhält. Raba dagegen folgert aus dem Umstande, dass das erste Tier heilig bleibt, dass der Täter seine Absicht nicht