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Jeschurun · 1926-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1926) · p. Seite 303

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 303 (sequence 79)
Language
German
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Meyer Simon Weyl usw. 303 Meyer Simon Weyl, Lazarus Haewitz1, Josua Juda. Da letzterer aber kürzlich verstorben ist2, so wird seine Stelle interimistisch von dem Simon Joachim3 versehen. Diese 3 Assessoren erhalten, da der Titel ״Jüdisches Gerieht“ nicht mehr State findet4, die Benennung ״Stellvertreter des Ober- ■Rabbiners“ 5 und bekommen die Rechte und Amtsverrichtungen des ehemaligen Ober-Land-Rabbiners. Obgleich der verstorbene Ob er* Land-Rabbiner Hirsch Löbel vereidet gewesen ist, so sind doch die jetzigen Stellvertreter desselben noch nicht vereidet. Die Judenältesten halten auch in Ansehung ihrer eine Vereidung nicht von Nutzen, weil sie ihr Zutrauen haben. Wir finden es nothwendig, dass die Stellvertreter dahin vereidet werden, in allen Fällen, worin ihr Gutachten erfordert wird, solches pfiiehtmässig und den Ritualgesetzen der Juden gemäss abzugeben, die erforderlichen Atteste auszufertigen und die ihnen sonst obliegende Geschäfte getreulich zu verwalten. Bevor wir indessen zu diesen Vereidungen schreiten, lassen wir von den Judenältesten nachweisen, dass die Stellvertreter gehörig erwählt sind, und die fehlende Bestätigung derselben nachsuchen und ersuchen ein Königl. hochlöbliches Kammergericht, gefälligst ein Formular zum Eide mitzutheilen, da der Eid, den der Hirsch Löbel abgeleistet hat6, sich nicht in unsem Acten befindet7. Berlin den 20. May 1806. Die noch fehlende Vereidigung wurde am 4. Juli 1806 Yorgenommen8. Mit dem Deputierten des Kammergerichts und vier weiteren jüdischen Zeugen9 fanden sich Weyl, Hurwitz 1) So. Siehe S. 2.95 Anm. 2. 2) Am 26. Ad&r 5566 (16. Marz 1806): Grabstein Nr. 288. 3) Simon Joachim (Schemaje Landsberg) war bereits vor Weyl Dajjan: oben S. 193. Ueber spätere Funktionen 1784, 1787, 1795, 1798, 1800: oben S. 292 Anm. 3 und 5, S. 294 Anm. 2. 4) Mit der Titulatur verlor auch das Siegel ״Jüdisches Gericht za Berlin“ seine Berechtigung. Am 20. Oktober 1807 meldete auf Anfrage des Kammergerichts diesem die Kammer, sie habe die Stellvertreter des Oberrabbiners aufgefordert, sich des Siegels zu enthalten und es zu vernichten. 5) Gutachten vom 24. März und 29. Juli 1808 fragen die Unterschrift: Die Stellvertreter des Ober 1 a n d e s rabbiners bzw. Ober 1 a n d rabbiners. 6) September 1773 mit Unterschriften: Hirschei Löbel, Aaron Levy (Aron Hurwitz), Samuel Latzeras (Samuel Leiser Neugass), Samuel Pincus (Samuel Sanvü b. Pinchas aus Brandenburg), Abraham Joseph (Abraham b. Joseph Levi), Ferrnbach (Jehuda Lob b. Abraham Fahrenbach, Levin Abraham). 7) Er befindet sich noch heute in den Akten des Kammergerichts. 8) Infolge Anordnung des Kammergerichts vom 16. Juni. 9) Wulff B&ruch, G. Bleichröder, Coppel Lipman, K. Emanuel.

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