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Jeschurun · 1926-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1926) · p. Seite 293

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 293 (sequence 69)
Language
German
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Meyer Simon Weyl usw. 293 Weyl war in den letzten Jahren die rechte Hand Hirscheis geworden, und nur des Letzteren Gewissenhaftigkeit1 ist es zuzuschreiben, dass er 1798 das oben veröffentlichte Gesuch an den König richtete. Am 25. August 1800 beschloss Hirschei Levin sein segensreiches Leben. Die Berliner Aeltesten beeilten sich ebenso wenig wie bisher, einen neuen Oberrabbiner zu wählen. Ihnen genügte vorläufig Meyer Weyl, von dem sie wussten, dass er Berufungen in auswärtige Rabbinate abgelehnt2 hatte. Sie übertrugen ihm die Leitung des Beth Din, nannten ihn aber nicht, wie es bisher üblich,war, Vize-Rabbi, sondern der hebräischen Be- Zeichnung Rosch Beth Din entsprechend ״Präfekt des jüdischen Gerichts״. Vorbild war die Gemeinde Breslau, die 1793 nach dem Tode des Landrabbiners Joseph Jonas Fränkel gleichfalls nur einen Rosch Beth Din gewählt hatte. Bereits am 2. September 1800 zeigten sie3 dem Könige den Tod Hirscheis an und baten, ״alle diejenigen Prozessangelegenheiten oder sonstige Anfragen, welche an den Oberlandrabbiner ergehen solten, eventualiter und bis wieder ein dergleichen Subject gewählet ist, an die Assessores der jüdischen Gerichte überschreiben und befehlen zu lassen, dass sothane Angelegenheiten an deren einstweiligen Präfekt4 dem Assessor Meyer Simon Weyl eingehändigt werden״. Die Behörden hatten zunächst gegen das Provisorium nichts ha - Midrasch und Dajjan. Josaa fehlt in der sonst so aufschlussreichen Liste Lewins, S. 226 ff. Am 11. Juni 1800 Unterzeichneten ohne den Oberlandrabbiner ein Gutachten: Meyer Simon Weyl, Simon Joachim und Josua Juda. >) Von seiner Unzufriedenheit mit einem Teile der Gemeinde erwähnt Hirschei nichts. Der von Landshuth, Toledoth Ansche ha - Schern S. 107-8 mitgeteilte Brief (Hirschei verliess Berlin, um sein hiesiges Amt aufzugeben) ist leider undatiert. ‘2) Heinemann a. a. 0., S. 245. s) Es Unterzeichneten: Liepmann Meyer Wulff, Salomon Veit, David Hirsch und Heimann Ephraim Veitei. 4) Wie die Berliner 1800 einen ״interimistischen Präfekten“, so wählten 1814 nach Fortgang des Oberrabbiners Herzfeid die KOnigsberger in Saalschütz einen ״interimistischen Vice - Rabbiner“.

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