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Jeschurun · 1926-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1926) · p. Seite 290

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 290 (sequence 66)
Language
German
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290 Rekonstruktion eines Responsums usw. folgt R. Jochanan. Aus dieser Erörterung folgt, dass B. verpflichtet ist, das Depositum A., ,wann immer er die Rückgabe verlangt, seiner Verpflichtung gemäss zu übergeben. Bezüglich der Führung der gemeinsamen Geschäfte aber haben wir bereits unsere Entscheidung entwickelt, nämlich, dass B. alle Silber- und Golddinare, die er hat, in die Masse legen und Gewinn und Verlust entsprechend ihren Vereinbarungen teilen muss. Hiervon darf nicht um Haaresbreite abgewichen werden*). Meyer Simon Weyl, der letzte kurbrandenburgische Landrabbiner. Von Moritz Stern, Berlin. (Fortsetzung.) Am 29. Mai 1798 richtete der hochbetagte Oberlandrabbiner Hirschei Löbel (Hirschei Levin, Zewi Hirsch b. Arje Lob) an König Friedrich Wilhelm III. ein Gesuch, ihn von einem Teile seiner Amtspflichten zu befreien und den Aeltesten der Berliner Judenschaft aufzutragen, die zu seiner Diensterleichterung nötigen Veranstaltungen zu treffen: Allerdurchlauchtigster König! Allergnädigster König und Herr! Es sind jetzt mehr als vierzig Jahre, dass ich an verschiedenen Orten, als in Halberstadt, London, Berlin etc., meiner Nation als Lehrer vorstehe, und seit 24 Jahren geniesse ich das Glück, das Amt eines Ober-Land- Rabbiners in Ew. Königl. Majestät Staaten zu verwalten. In diesem ehrenvollen, aber mühseligen Amte habe ich mich stets eitrigst bestrebt, den Pflichten eines redlichen und treuen Staatsdieners auf da3 Gewissenhafteste ein Gnüge zu leisten. Die meiner Leistung anvertraute Kolonie habe ich stets auf dem Wege der Redlichkeit zu erhalten gesucht ihre unbegrenzte Ergebenheit für das erlauchte Haus ihrer gekrönten Wohltäter auf alle Weise ermuntert und befestiget und ihnen frommen und duldsamen Wandel anempfohlen. In dem guten und segenreichen Erfolg meiner, Bemühungen fand ich zugleich den schönsten Lohn für dieselben. *) Von den vorstehenden drei Aufsätzen soll ein Separatabdruck hergestellt werden, der alle im Verlaufe der Drucklegung erfolgten Abänderungen berücksichtigen wird.

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