Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 277 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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Einige Hauptschwäehen usw. 277 sagt über Ps. 93: ״Er gehört zu den Liedern von Jwes Thronbesteigung und ist also eschatologisch zu verstehen“. .Was ist daran richtig? Streng genommen nicht einmal der erstere Teil jener Worte Gunkels. Denn Ps. 93 redet vom allgemeinen Weltreich Gottes, und in bezug auf dieses kommt nur die Wendung ״Jwe hat im Himmel seinen Thron aufgestellt19 ,103) ״) vor, ist aber nicht vom Besteigen dieses Thrones gesprochen. Völlig unbegründet aber ist der zweite Teil des Zitats aus Gunkel. Denn Ps. 93 spricht nicht vom Eintritt eines Endstadiums des in diesem Psalm besprochenen Weltreiches der Gottheit. Dass er ״eschatologisch zu verstehen״ sei, ist deshalb eine falsche Ansicht. Ferner Ps. 47 fängt mit folgenden Zeilen an: 0 2״ alle ihr Völker, klatscht in die Hände, jauchzt Gott mit Jubelstimme zu! 3 Denn Jve ist Ehrfurcht einflössender höchster Gott, ein grosser König über die ganze Erde. 4Er trieb Völker unter unsere Herrschaft und Völkerschaften unter unsere Füsse. 5Er erwählte uns unsern Erbbesitz, den Stolz Jakobs, den er liebt. 6 Emporstieg zum Throne Gott unter Jauchzen, Jve unter Posaunenschall״. Wovon ist hier gesprochen? Nach der gewaltigen Rettertat, durch die der Ewige sich in grundleglicher Weise als der Erlöserkönig Israels erwiesen hatte, bestieg er gleichsam einen neuen Thron. Deshalb klang auch das Triumphlied Israels nach seiner Loskettung vom ägyptischen Joche in die Huldigung ״Jve soll König sein für immer und ewig״ (Ex. 15, 18) aus, und spricht von ״Königsjubel״ für den Ewigen auch Num. 23, 21. Ps. 47 redet von der früheren Begründung des speziellen Gottesreiches zu dessen erstem Bürger Abraham (V. 10a) erwählt wurde. Der Text gibt kein Recht zu der Behauptung, dass ״es sich in Ps. 47 um die Endzeit handelt״, wie man bei Kittel 1922, S. 174 liest. Das soll ״trotz der Perfekte aus V. 4 und 10 hervorgehen״, denn ״was hier geschildert werde, sei zu keiner Zeit der Geschichte wirklich geworden, sondern werde erst von der Zukunft erhofft״. Das ist Leugnung der in den Geschichtsbüchern bezeugten historischen Tat-