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Jeschurun · 1926-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1926) · p. Seite 238

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 238 (sequence 14)
Language
German
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238 Der Begriff der Frömmigkeit us־\v. er ein anderes biblisches Gebot Übertritt]. Die Frommen aber pflegten Geld hinzulegen und zu sprechen: was hiervon ge• sammelt wird, soll auf dies Geld ausgelöst sein“ [das war wenigstens für כרם רבעי, für die Früchte im 4. Jahre (vgl. Lev. 19, 23), die nur gegessen werden durften nachdem sie ausgelöst, ein Mittel, die betreffenden Wanderer, wenn sie auch das eine Unrecht begangen, davor zu bewahren, das andere Verbot zu verletzen]. Ganz zweifelsfrei diese Bedeutung auch in M. Demai VI, 6 יצנועי ב׳ ה היל בוהגץ כדברי ב״ש. Die Frommen in der Schule Hillels pflegt es so zu machen, wie die Schule Schammais lehrte. Das gleiche von den frommen Frauen והצנועות מתקנות שלישי לתקן את הבית (Nidda 14a). Ebenso ת״ר בראשונה שם בן שתים עשרים אותיות היו מוסרין אותו לכל אדם משרבו הפריצים דדו מופרין אותו לצנועים שבכהונה. Ursprünglich hat man den zwölfbuchstabigen Götternamen jedem überliefert; als sich die פריצים diejenigen, die die Schranken durchbrechen, die Ausgelassenen, die sich frei gebenden, mehrten, da hat man ihn nur den צנועים, den Frommen unter den Priestern überliefert. (Kidd. 71a) Dieser Gegensatz von פרוצים und צנועים ist wohl aus der Sphäre des Sexuellen herübergenommen, wo die keusche Zurückhaltung des צניעות sein Widerspiel findet in der frechen Ausgelassenheit des פריצות. Den Uebergang haben wir wohl in solchen Stellen, wie Kethuboth 2b: אלא רבא סברא תפשיר. קאמר משום צנועות ומשום פרוצות משום צנועות דאי אמרת לא ליד,וי גט זימנין דלא אניס וסברה דאניס ומיעגנא ויתבה ומשום פרוצות דאי אמרת דלא ליהוי ניטא זימנין דאניס ואמרה לא אניס ואזלה ומעסכא ונמצא גט בטל ובניה ממזרין. Die Bestimmung, dass jede Bedingung, die an die Uebergabe des Scheidebriefes geknüpft ist, durchaus wörtlich zu nehmen ist und keiner irgendwie freien Auslegung auf Grund besonderer Umstände überlassen ist, ist getroffen um der צנועות willen, die sich besondere Gedanken machen könnten, ob der Fall, den die getroffene Bedingung enthielt, auch eingetreten wäre und sich scheuen würden, eine neue Ehe einzugehen, und um der פרוצות wüllen, die, wider besseres Wissen, die betreffende Bedingung als wirklich eingetreten erklären und zu einer verbotenen Ehe schreiten würden. (Vgl. Tossaphot, s. v. וסברה über die bedeutsame Unterscheidung, dass bei צנועות nur לסברה steht, dass die

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