Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 237 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Begriff der Frömmigkeit uew. 237 ואיבן משיבין עישין מאהבה ושמחין ביפורין עליהן הכתוב אומר ואוהביו כצאת השמש בגבורתו ״die sieh demütigen lassen (הנעלבין wie es in Jona 23 a heisst ist auch nach Rabb. דקתקי פהנרים an unserer Stelle besser bezeugt) und nicht selber demütigen, die auf die Schmähung, die sie hören, nicht erwidern, aus Liebe [zu Gott die Gebote] üben und der Leiden sich freuen, von ihnen sagt die Schrift: aber die ihm lieb sind wie der Aufgang der Sonne in ihrer Heldenkraft (Sabbath 88 b Jona 23 a). Es kommt hier die alte Wahrheit zum Ausdruck: ״ איזהו גבור הכובש את יצרוwer ist der wahre Held, der seinen Trieb bezwingt.״ Und diese Wahiheit ist ja (besonders durch die Werke Friedr. Wilh. Försters) zu einer modernen geworden: die passiven Tugenden sind recht eigentlich im höchsten Masse die aktiven. Die dritte Bezeichnung für den Frommen ist צנוע. Ganz klar und völlig synonym mit Ton haben wir sie in dem Satze: והצנועים מפשילץ לאחוריהם כמקל (Pesachim 26b). Nach Lev. 19,19 ist es verboten שעטנז ein Gewand aus zweierlei Stoffen aus Wolle und Leinen anzuziehen. Bei der Vorführung für den Käufer ist dergleichen gestattet. ״Die Kleiderhändler dürfen, so wie sie es gewöhnt sind, verkaufen, sobald sie nur nicht dabei die Absicht haben, sich vor der Sonne oder dem Regen zu schützen, והצנועץ die Frommen aber Hessen die Gewänder vermittels eines Stockes hinten herunterhängen, sie taten über das Gebotene hinaus ein Uebriges, um sich gar nicht in Berührung mit כלאים zu bringen. Handelt es sich hier um ein לפנים משורת הרן, um ein Mehr in der Erfüllung der Gebote gegenüber Gott (מצות שבץ אדם למקום), so haben wir in einem anderen Bericht ein Beispiel von ihrer Herzen־ sfrömmigkeit in dem Verhältnis zu den Mitmenschen. In Baba K. 69 a werden die Zeichen beschrieben, die an Feldern und Gäl ten angebracht wurden und die Wanderer davor schützen, irrtümlicher Weise verbotene Früchte zu geniessen. Die Miscnna fährt fort: במה דברים אמורים בשביעית דהפקי נינהו אבל נשאי שני שבלע הלעיטהו לרשע וימות והצנועין ״ ,מניחין את המעות ואומרץ כל הנלקט מזה מחולל על המעות הללוdas gilt aber nur im Siebentjahr, wo die Früchte im Feld und Garten [nach Ex. 23, 11] herrenloses Gut sind, doch in den anderen Jahren: ״lass es den Frevler schlingen, dass er steibe“ [d. h. man braucht denjenigen, der ein solcher Frevler ist, dass er sich an fremdem Gut vergreift, nicht davor zu schützen, dass