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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 216

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 216 (sequence 108)
Language
German
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216 Rekonstruktion eines Responsums usw. in ihnen Sätze enthalten sind, die sicher dem Ursprungsgutachten angehörten, müssen sie beachtet werden. G. M. hatte offenbar Saadjas GedankengaDg nicht verstanden, was um so erklärlicher ist, als ihm (vgl. Anm. 36) nur ein gekürzter Auszug vorlag92. Da nämlich Saadja von ״Armut״ und ״Reichtum״ im Zusammenhang mit B.’s Zahlungsweigerung sprach, glaubte er wahrscheinlich (in der ersten Glosse), dass B. seine Armut als Grund hierfür vorschütze93. Da ferner S. zur Erklärung der arabischen Worte das ״Bereitsein״ heran gezogen hatte, hielt G. M. wohl als Voraussetzung für ein Bereit sein eine Bereit Willigkeit des Gebers für nötig, und lässt (in der zweiten Glosse) B. den Ein wand erheben, dass er nicht zahlen wolle. In der ersten GLosse gibt er, in Verfolg der Erklärung Saadjas, B. Recht, in der zweiten widerlegt er dessen (vermeintliche) Auffassung durch — von ihm selbst eingeführte — Bibelverse, sowie den aus der Hand Saadjas stammenden Satz וכל מי שיאמר וכף, wobei er die Worte ולא עלה על לבו als ״er will nicht״ aufgefasst haben dürfte. Bestärkt wurde G. M. hierin dadurch, dass in der Vorlage, obgleich doch durch die Bezugnahme auf אין נכון die Beweisführung beendet war, das Responsum nicht abschloss, sondern noch der eben erwähnte Satz וכל מי שיאמר וכר und die Mischna, die besagt, dass אץ מחייבץ אוחו למכור וכר, folgte, was er sich gleichfalls nur so erklären konnte, dass hier einige Einreden B.’s behandelt worden seien; in Wirklichkeit aber sollten die Worte וכל מי שיאמר וכד, wie bereits bemerkt, nichts anderes als eine Stütze für die Erklärung Saadjas sein, und die Mischna sollte als Beweis für die Entscheidung S'.’s, dass B. trotz seines Besitzes von Liegenschaften als besitzlos angesehen werden dürfte, dienen. G. M. jedoch fügte noch eine (dritte, mit הילכך כל דיברי כסף וכד beginnende) Glosse an, wohl deshalb, um seiner Bearbeitung — unser erster Punkt ist bei ihm der letzte — 92) Als ein Zeichen dafür, dass diese Zeilen nicht von Saadja stammen, möchten wir ansehen, dass כאשר פירשתי steht. Ein Gaon hätte, worauf Epstein aufmerksam macht, כאשר פירשנו geschrieben. 93) Aus dieser (falschen) Einstellung heraus hat G. M. in der שאלה das arabische ומא יתהיא mit *ולא יכולתי להוסין umschrieben.

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