Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 205 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Rekonstruktion eines Responsums usw. 205 beiden Versionen dieses Manuskriptes Halberstam, die nur die Antwort Saadjas, aber nicht die Anfragen enthalten, bringt die eine (MsH.), Nr. 128, S. 106 r, den in S. Z. abgedruckten Text vollständig bis auf die letzten 6 Zeilen, und die andere (MsH.1), Nr. 165, S. 30r, beginnt mit dem letzten Worte von הדבר הרביעי (unserer Zählung)76 und reicht bis zum Ende von S. Z. Von den zahlreichen Abweichungen sei vor allem ein am Ende des הדבר הראשון befindlicher Zusatz hervorgehoben, der die von uns behauptete Notwendigkeit einer Ergänzung von S. Z. durch G. M. und G. H. unwiderleglich beweist. Dort nämlich wird gesagt, dass den strittigen arabischen Satz ״wir ins Hebräische übersetzen“. Also hat hier ursprünglich die Ueber- Setzung gestanden. Da sie nun in MsH. fehlt, aber in G. M. vollständig (in G. H. angedeutet) enthalten ist, muss sie hieraus ergänzt werden. Auch sonst ist Ms. Halberstam wesentlich besser als S. Z. Nicht nur die Lesarten einiger Worte sind in ihm die korrekteren, sondern es enthält auch mehrere Zusätze, die den Inhalt des Gutachtens erst verständlich machen. Hervorgehoben soll von diesen einer in הדבר ד,שלשי (uns. Zähl.) werden, der die Annahme, als ob die in diesem Abschnitt getroffene Entscheidung gegen das Wucherverbot verstiesse, weil nämlich der eine Teilnehmer, ohne Risiko zu tragen, nur an dem Gewinne der mit fremdem Gelde unternommenen Geschäfte partizipiert־, als irrig zurückweist. Dieser Passus ist nicht nur deshalb lehrreich, weil er einen wichtigen in S. Z. fehlenden Gedanken enthält, sondern weil er für die folgenden Worte, die in S. Z. als blosse Wiederholung von soeben Gesagtem erscheinen müssen, erst das richtige Verständnis eröffnet. Auch im fünften Punkte befindet sich eine Einschiebung, die freilich nur einige nicht unbedingt erforderliche Belegstellen aus Bibel und Talmud beibringt, die aber wegen ihrer Abweichung von der La. unserer Talmudausgaben starkes literarisches Interesse hat. lf) Oberhalb dieser Abschrift ist das Papier leer, so dass der Schreiber beabsichtigt zu haben scheint, eine Ergänzung des vorhergehenden Teiles vorzunehnaen.