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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 192 (sequence 84)
Language
German
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192 Meyer Simen Weyl usw. immer fortleben und fugten in der Sprache der nichtjüdischen Umgebung hinzu ״Friede seiner Asche!״, aber diese Worte waren nur formelhaft. Von den Parnassim wurde das Andenken des Mannes, der bis zu seinem Tode daran festhielt, der ״geistliehe Vorstand der Gemeinde״ zu sein, keineswegs gesegnet. * * * Während Weyls Todestag 7. Adar I 5586 feststeht, ist sein Geburtstag bisher unbekannt. Als Geburtsjahr werden 1744 und 1745 angegeben. Letzteres Jahr beruht auf der Angabe in der Liste der 1812 angenommenen Familiennamen, wo es heisst: ,Meyer Simon Weil, Vice-Oberlandrabbiner, geb. 1745; Ehefrau: Malchen geb. Lewin Wagemeister״. Diese Liste ist jedoch, wie man schon aus der Schreibung Weil statt Weyl ersieht, nicht ganz zuverlässig. Massgebender ist das Toten- Tegister der jüdischen Gemeinde, in dem verzeichnet ist, dass Weyl 82 Jahre alt starb1. Die Altersangabe .ergibt als Geburtsjahr 1743 oder Anfang 1744. Bereits in seinem 22. Lebensjahre wählte ihn die jüdische Gemeinde seiner Vaterstadt Lissa zum Dajjan2. Irrig ist die Behauptung, dass er dieses Amt 1784 mit einem gleichen an der Berliner Gemeinde vertauschte. Vielmehr ging er zunächst als Talmudlehrer an das Berliner Beth ha־Midrasch. Die 18 Mäaner־Kommi8sion dieses Instituts wählte ihn am 21. Aw 5543 (1783) an Stelle des 1782 nach Heidingsfeld als Landes-Oberrabbiner des Hochstiftes Würzburg berufenen Jehuda Löb (Löbel) b. Abraham Fahrenbach3 zum Rabbiner des Beth ha-Midrasch. 1J Ygl. meine Schrift ״Aus der Zeit der deutschen Befreiungskriege“ S. 6 Anm. 1. 2) Nach Heinemann a. a. 0. S. 245. Offenbar geht diese Angabe auf eine mündliche Mitteüung Weyls zurück. Lewin S. 339 notiert die erste Erwähnung von Weyls Lissaer Dajjanat erst zum Jahre 1771. ) In den deutschen Akten bei Bamberger, Geschichte der Rabbiner der Stadt und des Bezirkes Würzburg, S. 52: Löb Fernbacher, LöwFarenbach, S. 60: Löb Abraham Fahrenbacher. Fahrenbach in Baden oder Hessen. Löwenstein, Zur Geschichte der Jaden in Fürth II, 24 nimmt (Unter׳) Farrnbach bei Fürth an. — Im Sommer 1770 war Löb noch nicht in Berlin. Die 18 er Kommission wählte ihn zwar Rosch Chodesch Elul 5530 an Stelle des

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