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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 187 (sequence 79)
Language
German
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Meyer Simon Weyl usw. 187 Meyer Simon Weyl, der letzte Kurbrandenburgische Landrabbiner. Von Moritz Stern, Berlin. Am 14. Februar 1926 waren 100 Jahre verflossen, seitdem der letzte Kurbrandenburgische Landrabbiner Meyer Simon (Simcha) Weyl sein arbeitsreiches Leben beschloss. Keine Zeitung hat aus diesem Anlasse des verdienstvollen Mannes Erwähnung getan, keine besondere Druckschrift sein Andenken aufgefrischt, mit Ausnahme einiger leiblichen Nachkommen wohl niemand überhaupt seiner gedacht. Das ist eigentlich nicht so verwunderlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die grossen Geschichtswerke von Graetz, Philippson und Dubnow den Mann, der zum ersten Male die Oeffentlichkeit zur Begründung eines Lehrer- und Rabbinerseminars aufforderte, mit Stillschweigen übergehen. Es ist das Verdienst des jungen Ludwig Geiger, Weyls pädagogische Tat als erster gewürdigt zu haben1: ״Der Berliner Vice-Ober-Landrabbiner Meyer Simon Weyl erkannte das Fehlende und suchte dem Bedürfnis abzuhelfen; er hielt es für seinen Beruf, als geistiger Führer seiner Gemeinde vorzustehen, und erachtete es als Pflicht dieser Gemeinde, als Vorort für den ganzen preussischen Staat zu wirken. In der richtigen und klar ausgesprochenen Erkenntnis, dass die patriarchalische, talmudische Unterweisung für den jüdischen Lehrer, der künftige Staatsbürger zu erziehen habe, nicht *mehr genügen könne, reichte er dem Unterrichtsminister 22. November 1824 einen Plan zur Errichtung eines israelitisch-theologischpädagogischen Seminars ein. Der etwas komplizierte Plan der Anstalt, die durch eine Vorbereitungsklasse in eine lose Verbindung mit einer jüdischen Elementar-Schule gebracht wurde *) Geschichte der Juden in Berlin 1,173; II, 248—249. Seitdem hat M. Holzman, Geschichte der jüdischen Lehrer-Bildnngsanstalt in Berlin, S. 4—31 ausführlich die Geschichte des Weylschen Seminars (1824—1831) behandelt.

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