Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 185 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Simlai 1× ep/1007159
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Eine messianische Bewegung usw. 185 erwähnen wir noch eine dritte Predigt1). Gott wird in Zukunft die Thorarolle bringen und ausrufen: Wer sich mit der Thora beschäftigt hat, möge kommen uud seinen Lohn nehmen. I)a kommen alle Völker zusammen. Gott sagt: kommt einzelweise. Erst kommt Rom, und behauptet, dass es für Israels Wohl, Märkte errichtet, Bäder gebaut hat und Geld angehäuft. Sie werden zurückgewiesen. Dann kommen die Perser. Sie behaupten für Israel Brücken gebaut, Städte erobert und Krieg geführt zu haben. Sie werden ebenfalls abgewiesen. Ebenso die anderen Völker. Endlich gewährt ihnen Gott, wenn sie sich eine Laubhütte errichten. Sie bauen eine Hütte, aber bald verlassen sie dieselbe. Rom und Persien wrerden hier mit voller Absicht hervorgehoben. Die Juden standen hier zwischen zwei Feuern. In dem Kriege des Valerian durften beide um die Gunst der Juden geworben haben. Auch die anderen Nationalitäten, die sich vom Joche Roms befreien wollten, versprachen den Juden Geld und Rechte. R. Simlai fordert aber nichts weniger als die Bekehrung der ganzen Welt zum Judentume. Sie sollen die Probe bestehen, ob sie fähig sind das Gesetz Gottes zu halten. Die Hütte wird als Symbol genommen. Schliesslich fehlt auch in der Agada dieses Lehrers nicht der Hinweis auf das materielle Elend der Zeit. Die Weisenjünger beklagen sich, dass sie am Sabbat die Kleider des Wochentages tragen müssen, wegen der Armut (jer. Pea 21b undParall.). Wie nahe der Erfüllung aber dieser Traum gewesen ist, kann man noch aus den Worten des R. Josua b. Levi und des Samuel entnehmen. R. Josua b. Levi ging nach Rom, um mit dem Messias zu verhandeln2). Samuel verhandelte mit Schabur, dem Perserfürsten, in dieser Angelegenheit3). Hoffmann erkannte 1) AZ. 2af, vgl. jetzt auch L. Blau, Une Homilie sur le Jugement des Nations in REJ. 80, 1925, 209—218, wo auch die Parallelst eilen angeführt sind. 2) b. Sanh. 98 a: ...ר׳ יב״ל אשבח לאליהו דהוי קיימי אפיתחא דמערתא דרשב״י א״ל אימת אתי משיח; א׳״ל זיל שייליה לדידיה; והיכא יתיב אפתחא אקרתא (דרומי) ומאי סימניה יתיב ביני עניי סובלי חולאים וכד א״ל לאימת אתי מר א״ל היום, vgl. auch pal. Taanith 64a. 8) ibid. א״ל שבור מלבא לשמואל אמריתו משיח על חמר* אתי אשדר ליה סוסיא ברקא דאית לי אמר ליה מי אית לך בר חיור גווני.