Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 171 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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Eine messianische Bewegung usw. 171 erfasste Eeihe noch nicht vollständig ist, dass noch Objekte von grösserer, unentwirrbarer Zusammengesetztheit vorhanden sind, die vielleicht für immer der restlosen Erfassung trotzen und spotten. Mit dieser Auffassung erkennen wir der Religions- Philosophie, vom Standort der Wissenschaft aus und in ihr verankert, ihre besondere Stellung zu und gewinnen wir auch Fernstehende ihren Ansprüchen. (Die Abhandlung wird fortgesetzt.) Eine messianische Bewegung im dritten Jahrhundert. Von Prof. Dr. A. Marmorstein 3) Die anti-messianische Partei. Wir sind berechtigt, auf Grund des im vorigen Kapitel angeführten Materials, die Behauptung aufzustellen, dass das dritte Jahrhundert eine Bewegung kannte, welche die Unabhängigkeit der Juden und die Wiederherstellung des jüdischen Staates zum Zielpunkte hatte. Die Hauptträger dieses Gedankens waren nicht die palästinensischen Juden, sondern die der Diaspora. Die Führer der Palästinenser waren dagegen. Wir rechnen zu diesen R. Jose b. Chanina, vor seiner Bekehrung, ferner R. Jochanan und R. Simon ben Lakisch. Die Opposition war aber nicht auf Palästina beschränkt, denn es gab auch hervorragende Babylonier, die mit der Bewegung nicht sympathiesierten, ebenso, andererseits, lebten die Abele Zion zum grössten Teile im heil. Lande. Es muss vielleicht gar nicht besonders betont werden, dass in alter Zeit eine solche Erwartung, von der wir hier reden, ohne messianische Hoffnung gar nicht gut möglich ist. Sie knüpfte sich an die Person eines Messias, der im Gefängnis schmachtet, dessen Namen aber noch unbekannt ist. Um mehr Klarheit über die Zeitereignisse zu gewinnen, müssen wir die Haupt- Vertreter dieser Zeit und ihre Lehren kennen lernen. Zuerst lassen wir R. Samuel b. Nachmani, einen Zeitgenossen der oben genannten Lehrer sprechen. Er wirft