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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 166

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 166 (sequence 58)
Language
German
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166 Vorfragen der Religionsphilosophie. die, ob von religiose.il oder philosophischen Erwägungen bzw. Bedenken bestimmt, seinen Lösungsversuch als ganzen oder in Teilen nicht akzeptieren. 1. Denn zwischen der Phaenomenologie als Fundament und der Metaphysik als Abschluss (oder den phaenomenologischen und metaphysischen Zügen und Anteilen) liegt der breite Bezirk speziell-logischer und methodologischer wissenschaftlicher Arbeit. Die Religionsphilosophie wird nicht zum wenigsten deshalb in ihrem Geltungsbereich eingeengt und in ihren Grundfesten erschüttert, weil kein Platz für eine religionsphilosophische Methode zu bleiben schien. Oder noch besser präzisiert; nicht um die spezifische Methode geht es hier. Vielleicht wird es für immer an ihr fehlen. Aber noch bis vor kurzem gab es oder galt doch nur die Methode der exakten Wissenschaften, die doch als mechanistisch zu bezeichnen war und auf eine Atomisierung der Welt hinauslief. Grundsätzlich sollte alles sich dieser Methode fügen, nicht nur die Biologie, sondern nach der Forderung vieler auch die Psychologie (Begriffe wie Psychologie als Naturwissenschaft oder biologische Psychologie, z. B. noch jetzt bei Ingenieros, Leipzig 1922, bei F. Meiner) und bei extremen Unitaristen selbst die reinen Geisteswissenschäften (so bei Ostwald). Diese als Naturalismus8) bezeichnete Auffassung schloss in der Tat bei konsequenter Durchführung eine inhalterlüllte Religionsphilosophie aus. Nicht nur die Naturforscher, sondern auch manche Philosophen, insbesondere auch Neukantianer, huldigten dem Ideal der mathematischphysikalischen Wissenschaften all der einzig exakten, wenn sie sich auch nicht der oben erwähnten Uebertreibungen schuldig machten. Von Philosophen wurde es so dargestelit, als ob mit 8) Jeder sieht, dass das, was Driesch neuerdings als echten und vollständigen Naturalismus bezeichnet (Der Leuchter, Jahrbuch der Schule der Weisheit, Bd. VI., herausgeg. von Hermann Grafen Keyserlings Darmstadt 1925, bei O. Reichl S. 26—50), hiervon nicht getroffen wird. Sein Vitalismus und seine Lehre von der Ganzheit sind ja geradezu gesetzt, weil die mechanistische Erklärungsweise unzureichend ist und deshalb überwunden werden muss.

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