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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 160

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 160 (sequence 52)
Language
German
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160 Vorfragen der Religionsphiloaophie. stehenden Lehrgebäuden zu bekunden. Später sehen wir eine andere geistesgesehichtliche Erscheinung: Die Philosophie begründet im Rahmen dieses oder jenes Systems neben den anderen Zweigen (Logik, Ethik, Aesthetik usw.) oft genug auch eine Religionsphilosophie. Beiden Versuchen war wohl das Streben gemeinsam, den Wahrheitsanspruch der religiösen Lehren zu sichern bzw. zu prüfen. Man darf in diesen Fällen die Religions- Philosophie als nahen Verwandten der Metaphysik bezeichnen. Philosophische Religion oder religiöse Philo« sophie wollen entweder die nicht angezweifelten religiösen Thesen in philosophische Formen pressen oder die philosophischen Erkenntnisse, die das gemeinhin der Religion zugehörige Gebiet betreffen, systematisch auf« und ausbauen. Kann man einmal von einer leichten Abschwächung der religiösen Unmittelbarkeit durch die Einführung philosophischer Masstäbe sprechen, so liegt im anderen Fall eine Steigerung und Verstärkung des Pathos vor, wenn nüchterne Denkresultate unter der Betonung ihrer Dignität ausdrücklich in die religiöse Sphäre emporgehoben werden. Die jüdische Religionsphilosophie kennt beide Arten des Aufbaus. Aber ebenso wie in der allgemeinen Religionsphilosophie sind in der jüdischen die gewohnten Wege mehr und mehr verlassen worden. Je weniger unsere moderne Zeit Metaphysik und Religion schätzte, umso seltener hat sie auch das Gebiet gepflegt, das wesentlich an der Grenze liegt. Selbst wo Metaphysik nicht in das Reich der Utopien verwiesen wird, ist doch nur die Zulässigkeit transzendenter Bemühungen zugegeben, die Zuverlässigkeit und der Reichtum der Ergebnisse aber zweifelhaft und gering. Induktiver Zugang zum Absoluten kann immer nur zu Möglichkeiten — und auch da nur zu recht mageren, meist Formales betreffenden — führen. Doch hat sich ein neues Tor zur Religionsphilosophie auf« getan: das religiöse Erleben ist zum Gegenstand philosophischer Analyse geworden. Freilich ist damit zunächst alles auf ein ganz anderes Gleis geschoben, indem nicht mehr das Inhalt«

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