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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 141

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 141 (sequence 33)
Language
German
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Das halaeliische Motiv 141 räuberisches Wesen berüchtigt׳. Eine Reise zu ihnen zwecks Prozessführung war von vornherein nicht sehr aussichtsvoll, und doch wurde sie selbst einem Rohen, der wegen Gefährdung der priesterlichen Reinheit dies eigentlich nicht tun sollte — erlaubt, um ein Grundstück aus dem heidnischen Besitz zu retten. Offenbar liegt auch dieser Entscheidung das Prinzip משוס ישוב א״י die Rücksichtsnahme auf die Besiedlung Palästinas — Palästina in weiterem Sinne gemeint — zugrunde. 5. Wenn schon der jüdischen Besiedlung der römischen Provinz Syrien eine solche Sorgfalt von seiten der Mischnaweisen zugewandt wurde, um wieviel mehr muss dies inbezug auf das eigentliche Heilige Land bei ihnen vorausgesetzt werden. Solange das jüdische Volk in ungestörtem Besitz seines Landes war, bedurfte es freilich nicht der Rücksichtsnahme auf die jüdische BesiedluDg des Landes. Erst die immer mehr überhandnehmende Enteignung des Bodens Palästinas durch die Römer und die ־ von ihnen protegierten Hellenisten einerseits, das natürliche Wachstum des jüdischen Volkes andererseits erweckten den lebhaften Wunsch nach Erlösung des jüdischen Bodens und nach Neubesiedlung bisher von Juden unbewohnter Gegenden und Ortschaften im Lande. Und da verdient es bemerkt zu werden, dass in diesem Punkte die Bestrebungen der religiösen Führer des Volkes mit denen des alles eher als jüdisch zu nennenden Königs Herodes parallel gingen. Dieser tatkräftige Herrscher hatte nämlich zwecks Pazifizierung gewisser Gegenden des Ostjordanlandes jüdische Siedler aus Babylon kommen lassen — es waren diese die berühmten Söhne Betyras — denen sich im Laufe der Zeit eine grosse Zahl palästinischer Juden anschlossen, sodass die nördlichen Gegenden des Ostjordanlandes eine zahlreiche jüdische Bevölkerung erhielten1). Dies alles vollzog sich unter Befür- Wartung von seiten der Lehrer. Sehr instruktiv in dieser Be- Ziehung ist eine Stelle des halachischen Midrasch zu Deut. 12, 29, wo es heisst: ״Du wirst wohnen in ihrem Lande“. Hierzu *) Vgl. dazu mein עכר הירדן היהודי, S. 17 ff. 3

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