Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 140 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Das halachische Motiv. nach dem Auslande gehen, um ein Grundstück vor einem Heiden zu retten. Dann wird noch hinzugefügt ואפילו לימור יוצא ועורר עליה להציל : er darf sogar לימור hinausgehen, um Prozess zu führen und (das Grundstück) zu retten“. Ein älterer Kommentator (פני משה) korrigiert das unübersetzt gelassene Wort in עיטור״“, das nach ihm gleich ״ שטרUrkunde“ sein soll, also, meint er: der Koben darf ins Ausland gehen, wenn er auch nicht die volle Sicherheit besitzt, das Grundstück zurückzuerhalten, bloss dass er ein Dokument in der Hand hat. Die Erklärung ist — wie man sieht — nur geraten, abgesehen von der sachlichen Schwierigkeit, die durch sie veranlasst wird. Welche Sicherheit wollte man denn sonst haben, als ein Dokument, durch das das Eigentumsrecht des ursprünglichen Besitzers sich er gestellt ist? — Ein neuerer Erklärer (Z. Frankel) glaubt wieder ליטור als ״Rhetor“ deuten zu dürfen, und meint, selbst wenn der Kohen bloss der Anwalt eines Anderen sei, dürfe er ins Ausland gehen usw. Doch wird man füglich bezweifeln dürfen, dass es jüdische Rhetoren gegeben hätte, die vor einem ausländischen Gerichte einen palästinensischen Juden vertreten konnten 1). Doch scheint mir: die Erklärung ist ganz einfach zu finden. Unmittelbar nach dem angeführten Satz wird nämlich erwähnt, ein gewisser Josef ha־Kohen sei nach seinem Lehrer לצידן nach S i d 0 n gegangen (um bei ihm weiter studieren zu können). In dem Worte ליטור muss ähnlich לצידן ein geographischer Name enthalten sein. Daher .glaube ich sicher, dass das ל vom Worte zu trennen und bloss יטור ins Auge zu fassen sei. יטור ist aber nichts anderes als der Name jenes Gebietes im Libanon, das hei griechischen und lateinischen Historikern oft als Ituräa erscheint. Der Name ist, wie Schürer (I4 708) richtig bemerkt, von dem in der Bibel (Gen. 25, 15) als ein Sohn Ismaels genannten מור; abzuleiten. Die Bewohner der Landschaft Ituräa — öfters als Syrer bezeichnet — waren durch ihr *) Drei heidnische Rhetoren (ליטורץ) werden j. Meg. III, 2 (74a) genannt; vgl Bacher, ApA II, 95 Anm. 1. Diese vertreten eine Jüdin vor dem Proconsul von Cäsarea.