Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 137 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nachbemerkungen des Herausgebers 137 5. Und ebenso müsste man eine grosse Abhandlung schreiben — und ich bin ja überhaupt auf keine Grundfrage der R e f 0 rm i e r u n g des Religions Unterrichts eingegangen — über die Frage der Fundierung auf das Fundament der lebendigen hebräischen Sprache. Was C. hier ausführt, ist gut — und das sollten die wohl bedenken, die aus Abneigung gegen den Nationalismus hier auch dem kleinsten Schritt nach vorwärts Hindernisse in den Weg legen. Nur mit einem Wort sei darauf hingewiesen, dass es sich auch hier um eine Zeitfrage handeln würde und dass mir ein Allheilmittel damit nicht geschaffen zu sein scheint. Mir ist es nicht bekannt, dass bei irgend einer Schulgattung die Schüler auf der Unterstufe durch lateinisch und griechisch Sprechen in den Unterricht eingeführt werden. Wohl ist das Neuhebräische eine lebendige Sprache, aber für die Vermittlung unserer heiligen Literatur passt der Vergleich mit den klassischen Sprachen. Es ist das alles auch noch zu wenig erprobt. C. hat seine Erfahrungen in Erez Jisroel im Auge. Dort wird aber das Hebräische auf der Gasse und im Hause gesprochen. Oder seine Erfahrungen in Litauen. Dort wird das עברית בעברית durch das Milieu erleichtert. Ob bei deutschen Kindern (wir sehen von den Akademikern ab, die infolge ihrer begeisterten Hingabe schnell auch ein hochgestecktes Ziel erreichen) in der geringen Anzahl von Stunden, die für das Hebräische reserviert sind, der Weg über das Fundament der lebendigen Sprache der gegebene ist, lohnt sicher einen Versuch, und schon darum sollte er in Angriff genommen werden. Ob das Resultat den Erwartungen entsprechen würde, wage ich mit apodiktischer Sicherheit nicht zu behaupten.