Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 135 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachbemerkungen des Herausgebers 185 mit die grössten von mir genannten: Hoffmann und Barth, so sehr sie typische Gelehrtennaturen waren, auch für Anfänger ausgezeichnete Lehrer sein konnten. Es war immer mein Entzücken, wie Hoffmann bei der Aufnahmeprüfung, wenn er einen unreifen Kandidaten vor sich hatte, es verstand, ihm die Grundbegriffe wie ein ausgezeichneter Knellmelamed klar zu machen; und alle, die bei Barth die Anfangskurse im Arabischen und Syrischen mitnahmen, werden mir bezeugen, welch vorzüglicher Pädagoge er auch für den Unterricht in der Eiementarlehre war. 3. Richtig ist, dass unsere Religionsschule eine Uebungsschule des Rabbinerseminar3 war, und nur daraus, dass ihr diese Kräfte zur Verfügung standen, sind freilich ihre besonderen Erfolge zu erklären. Der Vorschlag Carlebachs ist gut-, scheitert aber an der Geldfrage. Eine leistungsfähige Schule, die sich zugleich nicht der Verpflichtung entziehen will, auch den Unbemittelten zu dienen, diese geben ja auch oft das wertvollste Schülermaterial, erfordert einen Zuschuss bis zu 50% des Budgets. 4. Wer hat je daran gezweifelt, dass das ״Lernen“ eine Zeitfrage ist und dass aus einer deutschen Schule, sei sie nun eine konfessionelle oder Religionsschule, nie Lamdonim herauskommen werden, sofern sie sich bloss auf die dort erteilten Stunden beschränken. Aber gilt das in gewissem Masse nicht ebenso von jedem Schulunterricht, nicht bloss was die Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit des Charakters betrifft, sondern auch über das Ausmass des profanen Wissens, das zum dauernden Eigentum wird? Zunächst: auch hier gesiebtes Material. Auch hier ceteris paribus das אלף נכנסין לבית המדרש ואחד יוצא. Von 30—40 Schülern der Vorschulklassen 5—6 Abiturienten. Und was bleibt von all dem, was in der Schule gelernt, dauernder Besitz, sofern es nicht seine Kräftigung im weiteren Studium und im Berufsleben erhält? Das sagt ja auch C. selbst. Was aber die Kritik des mitgeteilten Selektapensums betrifft, so hat da C. in offen gestanden mir ganz unverständlicherWeise etwas übersehen. Bei diesen Selektanern handelte es sich — das muss ja C. aus dem Aufbau unserer Schule bekannt sein — um Unter- und Oberprimaner. Von den erwähnten 122 Kapiteln