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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 133

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 133 (sequence 25)
Language
German
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Zweierlei Schulformen usw. 138 Noch eia Hinweis des geehrten Verfassers ist m. E. von grösster Wichtigkeit: der auf die herrliche Einrichtung des Jugendgottesdienstes. Es ist dieser nur ein Ausschnitt aus einer Forderung an die jüd. Schule; selbständige Schaffung eines jüdischen Milieus zur Einführung des Zöglings ins praktische Judentum. Das Elternhaus versagt mehr und mehr; immer grössere Kreise, in denen keine Sabbatfeier, keine jüdische Melodie, kein Tischgebet, kein jüdisches Erleben dem Kinde mitgegeben wird. So schmerzlich das ist, bleibt es eine Tatsache, der die Schule ein Gegengewicht schaffen muss. In der selben Weise, wie im Jugendgottesdienste das Kind im Beeth-Hakneseth heimisch, mittätig gemacht wird, so muss die Schule ein Gemeinschaftsleben begründen, in der alle jüdischen Lebensmomente wirksam, die Feste gefeiert, die Lieder gesungen, die Stimmungen geweckt, die Gefühlsmächte erzogen werden. In diesem Sinne würden dann die Schulen wirklich die ״Fernen“ uns nähern; würden im edelsten Sinne ״Mission“ treiben. Wenn das Organ fehlt oder zu fehlen scheint, für die Welt des Judentums, muss es wieder geschaffen werden im Gemeinschaftsleben der Schulen. Eine Form dieses Gemeinschaftslebens war an der Schule der Adass auch in den vom Vf. geschilderten Wanderungen gegeben. Zum Schluss ein Wort von S. R. Hirsch, der über die jüdische Erziehung, wie Wohlgemuth mit Recht hervorhebt, so tief geurteilt (Choreb 503): ״Aber Grund und Weg zu allem ist Sprachkenntnis, Kenntnis der Muttersprache und der Thauro. Gleichzeitig und früh werde jedes Kind in Jisroel vertraut mit der Sprache seines Landes und mit der seiner Lebens- Schriften : hebräisch. In ihnen und mit ihnen lasse man es Ding und Verhältnisse erkennen, werden Begriffe erläutert und aufgehellt, an ihnen entwickle sich früh sein Geistesleben; und wer es erkennt, wie von der Sprache, in der du sprichst und denkst, deine ganze Denkweise Richtung und Gepräge erhält, der wird’s mit unsern Chachomim nicht gleichgültig finden, dass das Kind früh die Sprache der heiligen Schrift erlerne. In ihr reichst du ihm dann auch die Schlüssel, dass ihm die Schriften,

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