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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 119 (sequence 11)
Language
German
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Konfessionelle Schule usw. 119 gionsstunde Spinoza mit den Primanern las, die dann den Herrn Präceptor freilich mehr humoristisch nahmen. Was hier irgend an einschneidenden Besserungen dann vor etwa 3 Jahrzehnten in der Grossgemeinde sich anbahnte, war nicht das Ergebnis des Kampfes der sogenannten Schinken- Orthodoxie innerhalb der Gemeindestube, so illustre Namen sich hier auch vereinigten, nicht das der Angriffe im seligen ״Centralverein für die Interessen d. jüd. Gern.״ — oder lebt er noch? — wo der Pharmakologe Prof. Lewin jenes Wort herausschmetterte: wenn ich das ganze Repräsentantenkollegium der Gemeinde in meiner Retorte habe, kommt noch nicht ein Olef- Beis heraus! nicht das der Brandartikel M. Klausners in seiner Wochenschrift, sondern einzig und allein das Vorbild, das in der Hildesheimerschen Religionsschule gegeben war. Was innerhalb der Grossgemeinde an irgendwie leistuDgsfähigen Religionsschulen vorhanden war — und leistungsfähig nennen wir nur eben die, die den Schüler zu den Quellen führten — wurde von den kleinen thoratreuen Genossenschaften, die sich um die Privatsynagogen scharten, erhalten. Sie konnten freilich bei der geringen Subvention, die die Grossgemeinde bewilligte, — das Geld wurde ja für die prunkvollen Orgelsynagogen gebraucht — die grosse Zahl von Klassen nicht bilden und das grosse Lehrerkollegium nicht beschäftigen, das für den völligen Ausbau nötig gewesen wäre. Charakteristisch ist, dass, als Eschelbacher hierher berufen wurde, es keine einzige Religionsschule an der Grossgemeinde gab, die ihm für seine konservative Wirksamkeit zur Verfügung gestellt werden konnte und daher die von Bleichrode auf eine besondere Höhe gebrachte Religionsschule des Synagogenvereins Ahawas-Reim (ursprünglich eine Gründung von Deutschländer) von der Gemeinde übernommen werden musste, wie diese auch jetzt als VII. Religionsschule wohl die bedeutendste der Gemeinde ist. Sie führt die Schüler *bis zum Unterricht in Mischna und Raschi (jetzt wieder unter Leitung von Bleichrode). Wenn man von den Unterlassungssünden der liberalen Aera sprechen wollte, man könnte Bände füllen. Eine amüsante

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