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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 117

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 117 (sequence 9)
Language
German
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Konfessionelle Schule usw. 117 Für dies Resultat kann ich bürgen, denn ich war 1898, wie aus dem Bericht ersichtlich, Leiter der Selekta. Kein Wunder, dass Direktor Goldschmidt von der Hamburger Talmudthoraschule nach Empfang dieses Berichtes mich bei meiner Anwesenheit in Hamburg interpellierte: Wie in aller Welt bringen Sie Ihre Schüler so weit? Das grenzt doch geradezu ans Märchenhafte! 122 Kapitel Tenach im Urtext! dazu das andere: in einem Jahre. Das bringen wir weder hier noch brachten wir es zur Zeit meiner Wirksamkeit in Frankfurt zu Stand9. Ich konnte auf die Pensen der früheren 9 Klassen verweisen, die in ihrer Fülle den Leser ahnen Hessen, wie sich allmählich immer mehr die Fähigkeit steigerte, scheinbar Ausserordentliches zu bewältigen. Zudem wären es Schüler, die bereits im zweiten Jahre ihres Selektabesuches ständen. Das Pensum der 1. Klasse wäre laut Bericht auch nicht zu verachten, wo neben vier anderen Fächern bei Pentateuch angegeben: allwöchentlich die סדרה (man beachte wohl die ganze Sidra) z. T. mit Erklärung Raschis und bei נ׳ך Jesajah Kap. 43—63; Hiob Kap. 1—31. Eins freilich kam in unserer Schule sehr zu kurz: der sogenannte systematische Religionsunterricht. Ich tue wohl manchem unserer aus der Selekta abgegangenen Schüler kein Unrecht, wrenn ich behaupte, dass sie die 13 Glaubenssätze des Maimonides nicht werden hersagen können. Aber dafür heisst es im 38. Bericht der Religionsschule bei den durchgenommenen Pensen der Selekta: ״Lektüre von Gabirols ״Königskröne״ im Urtext״;״Besprechung zeitgeschichtlich wichtiger religiöser Fragen“. Und was noch mehr, die Schüler waren so gute בעלי תנז ך, dass sie alle Anspielungen des Musivstyls im כתר מלכות zu würdigen wussten. Und ferner: Sie konnten zu den Referaten, die in der Selekta in freier Folge gehalten wurden, die Quellen selbst benutzen. Noch bedeutsamer vielleicht und für die ganze thoratreue Erziehung unserer weiblichen Jugend in Deutschland bahnbrechend ist das, was in den Mädchenklassen geleistet wurde. In der ersten Klasse wurde allwöchentlich die ganze Sidra im Urtext gelesen und besprochen, wenn hier auch einem Teil der Klasse

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