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Jeschurun · 1926-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1926) · p. Seite 98

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 98 (sequence 98)
Language
German
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98 Zwei Welten Würde selbstsicher das jüdische צניעות wahrend, ohne dass sie an einen anderen Tisch gesetzt wird, das ist uüser Ideal der jüdischen Frau, das wahrlich auch in der alten Zeit vorgebildet war. Die Beispiele Hessen sich zur unendlichen Zahl häufen. Und dies Ideal, wir lassen es uns nicht rauben, und wenn noch so gewichtige Namen als Vorbild und Muster uns vorgeführt werden. Im Uebrigen ist dieser Typ der geschilderten jungen Männer immer noch in geringer Zahl vertreten. Auch unsere Jünglinge sind zumeist geistig und sittlich ein frisches, frohes Geschlecht, dessen ideale Hingabe an das Lernen sich wohl verträgt mit der Heiterkeit eines an der Schönheit der Natur sich erfreuenden Lebens. * * * Sicher nicht auf derselben Linie liegt ein anderes, das wir im losen Zusammenhang hiermit besprechen möchten. Es kann keine Rede davon sein, dass es aus einer Geringschätzung der Frau entstanden ist. Aber es ist ein Zeichen von Weltfremdheit, wenn kein Verständnis dafür vorhanden ist, wie manche Aussprüche gewertet werden können. Wir können es nicht im Dunkel lassen, weil es sich um eine Stelle in einer Ueber- Setzung handelt, die der breiten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wird und weil daraus scheinbar berechtigte Angriffe gegen das thoratreue Judentum erhoben werden könnten, die es wahrlich nicht verdient. Ein weitverbreitetes, übrigens schon vor langer Zeit gesehriebenes Handbuch, in dem in Kürze alle jüdischen Ritualpflichten zusammen gestellt sind, kommt jetzt gleich in zwei deutschen Uebersetzungen heraus. Im ersten Heft, das noch dazu als Prospekt versandt wird, dem thoratreuen aber völlig unwissenden oder liberalen Juden oder gar dem Nichtjuden also eine Probe gibt von dem Inhalt des jüdischen Religionsgesetzes, kommt der Satz vor: »Ein Mann achte darauf, nicht zwischen zwei Frauen zu gehen; auch nicht zwischen zwei Hunden oder zwei Schweinen. Ebenso sollen Männer nicht zulassen, dass eine Frau zwischen ihren gehe oder ein Hund oder ein Schwein.״ (In der anderen

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